Klostern Malchow (c) M.Wünsch

Verzeichnis der Orgelbauer

 

deren Tätigkeit in Mecklenburg

an Orgeln gegenständlich erhalten ist.

 

Die Klammern geben nur erhaltene bzw. in großen Teilen erhaltene Orgeln wieder, nicht das Gesamtwerk

 

Stand Dezember 2017

 

 

 


 

 

Andreas ARNOLD, Plau

geboren: 1964 Zerbst

Lehre 1981-1984 bei Nußbücker, Plau

1999 Übernahme des Geschäftes von Wolfgang Nußbücker unter dem Namen „Mecklenburger Orgelbau“.

Zahlreiche Restaurierungen in Mecklenburg, wenige Neubauten.

(Dewitz, Domsühl, Trollenhagen, Magdeburg-kathol. St. Agnes, Malchow-Hausorgel Walz)

 

David BAUMANN, Friedland/Altkalen

Lebensdaten unbekannt, 1730 Eheschließung in Kirch Grubenhagen.

Sohn des Orgelbauers David Baumann d. Ä. aus der Mark Brandenburg

über kurze Zeit in Friedland ansässig, später in Altkalen.

als Organist um 1740 genannt.

Wirkungszeit als Orgelbauer zwischen 1727 und 1746.

Wenige Orgelbauten bekannt.

(Friedland-St. Marien, Neukalen)

 

Johann David BAYER,

(auch Baier/Beyer)

geboren: um 1757 in Dresden

gestorben: 1807 in Friedland

nennt sich Orgelbauer und Instrumentenmacher

Januar 1790 Trauung in Dresden (Orgel- und Instrumentenmachergeselle)

Ab 1794 Tätigkeit in Mecklenburg nachweisbar. Bis 1807 Neubauten und Reparaturen in Mecklenburg und Vorpommern.

(Kotelow)

 

Michael BECKER, Kupfermühle

geboren: 1953

Lehre und Geselle beim Vater, dann Woehl und Rieger

1989 Übernahme der väterlichen Werkstatt.

Nach 1990 Reparaturen in Mecklenburg.

 

Matthias BECKMANN, Friesack

Reparaturen und Restaurierungen nach 2000

 

Dieter BENSMANN, Steinfurt

geboren: 1959

1987 Beginn der selbständigen Tätigkeit

Umsetzung einer Bensmann-Orgel nach Mecklenburg

(Rostock Jacobi-Stift)

 

August BERGER, Perleberg

geboren: 1808 Sievershausen

gestorben: nach 1872

Sohn des Orgelbauers Bernhard Berger (Peine). Tätig vor allem in Sachsen-Anhalt.

(Suckow b. Parchim)

 

BLANK & Sohn (NL)

Werkstatt in Herwijnen, gegründet von K. B. Blank, später unter Leitung von Sebastian Blank, seit 1996 von Henk van Eeken (geboren 1956) übernommen. Firmenmitarbeiter ab 1966 war Hans J.C. van Rossum, der 1990 eine eigene Cembalo- und Orgelbauwerkstatt in Andel gründete (seit 2002 Werkstatt in Wijk-en Aalburg).

(Chororgel Dom Schwerin)

 

BÖHM, Gotha

1888 gegründet, bis heute im Besitz der Nachfahren.

Unter Rudolf Böhm (1895-1966) einige Neubauten nach 1945 in Mecklenburg.

(Schwerin-Mueßer Holz – St. Petrus, Wismar - Heiligen-Geist, Güstrow - kath. Kirche, Schwerin – kath. St. Anna)

 

Carl BÖRGER, Gehlsdorf

geboren: 20. Mai 1846 Krummendorf

gestorben: 1917

Lehre oder Gesellentätigkeit bei Friedrich W. Winzer (Hinweis in der Orgelakte Dambeck b. Parchim). 1873 als Orgelbauer aus Toitenwinkel bezeichnet (Orgelakte Dambeck). Gründung der Werkstatt 1874 (laut Briefkopf). Werkstatt in Gehlsdorf (heute Amtsstraße). 1892 Ernennung zum Hoforgelbauer. 1903 Bau der letzten rein mechanischen Schleifladenorgel in Mecklenburg in Thulendorf. Mit Übernahme des Geschäftes von Julius Schwarz 1900 Übergang zum Bau pneumatischer Orgeln. Zu dieser Zeit neben Marcus Runge in Schwerin führender Orgelbauer in Mecklenburg-Schwerin. Wirkungszeit bis etwa 1912, dann Werkstattübernahme durch Sohn Christian Börger. Neben den Neubauten führt er zahlreiche Veränderungen und Erweiterungen älterer Orgeln aus. Jährliche Revisionen an vielen mecklenburgischen Orgeln.

(Balow, Bellin, Blievenstorf, Dobbin, Gielow, Graal-Müritz, Granzin b. Neustrelitz, Groß Vielen, Groß Wokern, Karow, Kirch Stück, Kritzkow, Lüblow, Moisall, Muchow, Mühlen Eichsen, Neese, Recknitz, Rittermannshagen, Stolpe, Thelkow, Thulendorf, Schwarz, Wulfsahl)

 

Christian BÖRGER, Gehlsdorf (Elisabethstraße)

geboren: 24. Juli 1883 Gehlsdorf

gestorben: 29. Mai 1955

Sohn von Carl Börger

Lehre: vermutlich beim Vater

1912 Übernahme der väterlichen Werkstatt, Wirkungszeit bis etwa um 1946.

Wenige Orgelneubauten; aber Reparaturen und Revisionen eines Großteils der mecklenburgischen Orgeln.

(Gelbensande, Rostocker Wulfshagen, Zepkow)

 

Michael BRAUN, Eisbergen

Volksschullehrer in Eisbergen (Porta Westfalica), baut als Autodidakt seit dem 12. Lebensjahr Orgeln.

(Truhenorgeln in Güstrow-Dom, Wismar-Georgen)

 

BRIEGEL, Lübeck

17. Jh.

In mehreren Generationen tätig gewesene Orgelbauerfamilie.

Michael Beriegel war Schwiegersohn Friedrich Stellwagens, David Georg (David Jürgen) wohl ein Bruder oder Sohn Michaels. Beim Orgelbau in Sternberg 1683-87 werden genannt: Michael, David Jürgen und Georg Beriegel.

Das Tätigkeitsfeld in Mecklenburg ist nicht vollständig bekannt, von den wenigen Neubauten blieb das Gehäuse in Mühlen Eichsen erhalten.

 

Edmund BRUDER, Wismar

geboren: 1845 Augstedt (Thür.)

gestorben: 1911 Wismar

Lehre: wahrscheinlich bei Fr. W. Winzer, bei dem er aktenkundlich 1869 als Gehilfe arbeitet. 1873 bleibt er in der durch Fr. A. Mehmel übernommenen Werkstatt tätig. 1877 eigene Werkstatt in Wismar.

Wenige Orgelneubauten bekannt.

(Leussow bei Mirow, Polchow, Witzin)

 

Carl August BUCHHOLZ, Berlin

geboren: 1796 Berlin

gestorben: 1884 Berlin

Sohn des Orgelbauers Johann Simon Buchholz (1758-1825),

Lehre beim Vater und nach dessen Tod 1825 Übernahme der Werkstatt.

Wenige Orgelneubauten innerhalb seines großen Schaffens für Mecklenburg.

1850 wird der Sohn Carl Friedrich Teilhaber der Werkstatt.

(Alt Garz, Krumbeck, Leppin, Rattey)

 

Carl Friedrich BUCHHOLZ

geboren: 1821 Berlin

gestorben: 1885 Berlin

Sohn von Carl August Buchholz. Um 1850 wird er Teilhaber der väterlichen Werkstatt.

(Melkof)

 

Christian Friedrich CALBOW

geboren um 1762

Orgelbauer und Instrumentenmacher, 1794 wohnhaft in Neukloster,

Wirken bisher nachweisbar zwischen 1785-1800,

Gehäuse in Rerik (1794) erhalten.

 

Johann Friedrich Ludwig CORDES, Altkalen

geboren 1786 Schwaan

gestorben 1872 Gnoien

1809 Schulmeister in Groß Roge, ab 1809 Organist in Altkalen, 1862 Emeritierung

Autodidaktisch Orgelbauer

(Finkenthal)

 

Matthias DROPA, Hamburg und Lüneburg

stammte aus Siebenbürgen

gestorben 1732

Schüler von Arp Schnitger, nach 1692 Gründung der eigenen Werkstatt in Hamburg, 1705 Übersiedlung nach Lüneburg.

(Zuschreibung Dreilützow)

 

HERMANN EULE ORGELBAU, Bautzen

1872 Gründung des Betriebes

1972 bis 1990 volkseigen, 1990 wieder in Besitz der Nachfahren Eule.

Nach 1945 in Mecklenburg tätig, Umbauten, wenige Neubauten.

(Kühlungsborn, Lambrechtshagen, Rostock-Christengemeinschaft)

 

FABER & GREVE GmbH, Salzhemmendorf

gegründet 1863 von Heinrich Faber

Ende des 19. Jh. Zuwendung zur Pneumatik,

F.K.Greve als Teilhaber

häufiger Bau von Multiplexorgeln

nach 1918 Trennung der Geschäftspartner

1926 wurden Fabers Söhne Firmeninhaber.

(Parchim-St. Marien)

 

Ulrich FAHLBERG, Eberswalde

geboren: 1939 Merseburg

Lehre bei Kühn Merseburg, Geselle bei Adam (Halle), Schuke (Potsdam) und Lahmann (Leipzig).

1965 Übernahme des Betriebes von Gerbig in Eberswalde, 2005 Verkauf des Betriebes.

Einige Reparaturen in Mecklenburg.

 

Anton FEITH, Paderborn

geboren: 1872 Köln

gestorben: 1929 Paderborn

Lehre bei Schlimbach in Würzburg, 1897 Selbständig in Köln-Ehrenfeld

1902 Übernahme der Werkstatt von Franz Eggert in Paderborn. 1929 Betriebsführung durch den Sohn Anton Feith. 1972 Verkauf des Betriebes an Siegfried Sauer in Ottbergen, 1977 Aufgabe des Paderborner Betriebsteiles.

Eine Orgel in Mecklenburg.

(Ludwigslust-kathol.)

 

 

Friedrich FRIESE, Parchim

genannt Friese (I)

geboren: 1765 Bassendorf

gestorben: 1833 Parchim

Sohn von Matthias Friese

Lehrort unbekannt, Organist, ab 1802 eigene Werkstatt in Parchim,

37 Orgelneubauten sind bekannt.

(Granzin b. Boizenburg, Groß Salitz, Lübtheen, Warsow, Zittow)

 

Friedrich FRIESE, Schwerin

genannt Friese (II)

geboren: 1792 Kummerow

gestorben: 1863 Schwerin

Neffe von Friese (I)

Lehre bei Friese (I)

Orgelbauer und 1823 Schloßorganist, 1825 Domorganist in Schwerin.

1833 Werkstattverlegung nach Schwerin. Zahlreiche Gutachten, wenige Orgelneubauten, z. T. unter Mitwirkung von Friese (III).

(Umbau Redefin, Kirch Mummendorf)

 

Friedrich Ludwig Theodor FRIESE, Schwerin

genannt Friese (III)

geboren: 1827 Schwerin

gestorben: 1896 Schwerin

Sohn von Friese (II)

ab 1843 Lehre bei Friese (II), Geselle bei Buchholz, Berlin,

arbeitete „mehrere Jahre“ bei Buchholz, Berlin und Cavaillé-Coll, Paris (Massmann).

1850 Bau der ersten eigenen Orgel in der väterlichen Werkstatt; 1856 Übernahme der Werkstatt.

Produktivster einheimischer Orgelbauer in der 2. Hälfte des 19. Jh.

Circa 110 Orgelneubauten für Mecklenburg.

(Alt Bukow, Alt Meteln, Alt Schwerin, Althof, Banzkow, Barkow, Barnin, Beidendorf, Bibow, Blücher, Boddin, Boizenburg, Börzow, Brenz, Bristow, Broock, Bülow b. Crivitz, Burow, Bützow- Stiftskirche, Carlow, Conow, Cramon, Dassow, Diedrichshagen, Elmenhorst, Gägelow, Grevesmühlen, Demen, Dierhagen, Goldberg, Grabow,

Granzin b. Lübz, Groß Godems, Groß Grenz, Groß Laasch, Groß Trebbow, Hanstorf, Hohen Demzin, Holzendorf, Hornstorf, Jördenstorf, Karrenzin, Kirch Mulsow, Kölzow, Krakow, Kuppentin, Lancken, Leussow, Lübsee,  Lüdershagen, Ludwigslust-Stadtkirche, Malchin, Malchow-Klosterkirche, Malchow-Stadtkirche, Marsow, Neubukow, Neuburg, Neuhof, Neukloster, Nostorf, Parchim-St. Georgen, Parchim-St. Marien, Passow, Plate, Remplin, Retgendorf, Ritzerow, Roggenstorf, Rostock-Biestow, Rostock-Toitenwinkel, Rövershagen,  Sadelkow b. Neubrandenburg, Rühn, Schloen, Schwerin-Paulskirche, Schwerin-Schelfkirche, Schwerin-Theaterbühne, Suckow b. Güstrow, Sülten b. Sternberg, Tarnow, Uelitz, Unter Brüz, Tempzin, Vietlübbe b. Gadebusch, Wiendorf, Wöbbelin, Vietlübbe b. Lübz, Wamckow, Warin)

 

Matthias FRIESE, Kummerow

geboren: 1739 Liepen bei Jarmen

gestorben: 1786 Kummerow bei Malchin

Schulmeister, autodidaktisch Orgelbauer

Wenige Orgelbauten sind bekannt.

(Duckow, Zettemin)

 

ALFRED FÜHRER ORGELBAU GMBH&CO. KG, Wilhelmshaven

1933 Gründung des Betriebes durch Alfred Führer, baute auschließlich mechanische Schleifladenorgeln. Nach dem Tod Führeres Übernahme durch die Witwe und den Neffen Fritz Schild. 2000 Übernahme durch Heiko Lorenz; 2003 Ende der Firma durch Insolvenz.

(Zernin)

 

MÜNCHNER ORGELBAU JOHANNES FÜHRER

Die Firma besteht seit den 1920er Jahren, ab 1975 unter Leitung von Wilhelm Stöberl.

Seit 1994 wird die Firma von Johannes Führer (* 1959) geführt.

(Neubrandenburg-St. Johannis)

 

FURTWÄNGLER & HAMMER, Hannover

Philipp Furtwängler (1800-1867), zunächst Uhrenmacher, erlernte in Süddeutschland den Orgelbau.

Erster Orgelneubau 1838. Die Söhne Wilhelm und Pius wurden 1854 bzw. 1862 Firmenteilhaber.

1883 Verlegung der Firma nach Hannover; Adolf Hammer (1854-1921) wird Teilhaber. Dessen Neffe Emil Hammer (1878-1958) übernahm die Firma, die seit 1938 unter dem Namen Emil Hammer

Orgelbau bis heute läuft.

(Lassahn)

 

Conrad GEISSLER, Eilenburg

geboren: 1825 Eilenburg

gestorben: 1897 Eilenburg

Lehre bei Ludwig Weineck, Eilenburg; Geselle bei Mende in Leipzig, Ullmann in Wien, Maerz in München,

1851 bei Walcker in Ludwigsburg, 1852 eigene Werkstatt in Eilenburg.

Eine Orgelumsetzung nach Mecklenburg.

(Pogreß)

 

Samuel GERCKE, Güstrow

Ende 17. Jh.

Organist und Orgelbauer

Wenige Arbeiten bekannt, darunter als Krönung die Orgel in Basedow, gemeinsam mit seinem Schwiegervater Heinrich Herbst, Hildesheim.

(Basedow)

 

Johann Engelbrecht GERHARDT, Rostock

gestorben: vor 1718

1689 Übersiedlung von Greifswald nach Rostock

Organist und Orgelbauer, Organist an St. Petri in Rostock.

Wirkungszeit nachweisbar 1689 bis 1715.

(Hohen Sprenz, Recknitz, Russow)

 

Ludwig GLÖCKNER, Berlin

geboren: 1909

gestorben: nach 1994

1947-1977 Orgelbauer in Berlin,

1977 Übernahme der Werkstatt durch Axel Stüber.

(Eichhorst, Marlow-kath., Raden- kath., Stavenhagen-kath., Weitin)

 

GROSS & SOLDAN, Waditz b. Bautzen

Ekkehard Groß

geboren: 1959

Lehre bei Eule, Bautzen

1990 eigene Firma, 1992-2001 Johannes Soldan Teilhaber (Firma Groß & Soldan)

Restaurierungen in Mecklenburg.

 

Karl Barnim Theodor GRÜNEBERG, Stettin

geboren: 1828 Stettin

gestorben: 1907 Stettin

in vierter Generation Orgelbauer

Lehre 1843-47 bei Carl August Buchholz, Berlin

1854 Neugründung der Werkstatt “Orgelbauanstalt B. Grüneberg Stettin”; 1905 Übergabe an den Sohn Felix.

Zahlreiche Neubauten, besonders in Mecklenburg-Strelitz. Auch der Harmonium-Bau wurde betrieben (Rerik).

(Alt Käbelich, Ballwitz, Cammin b. Nbbg., Cantnitz, Canzow, Feldberg, Groß Nemerow, Kastorf, Lichtenberg, Lübbersdorf, Lüttenhagen?, Möllenbeck, Neustrelitz-kath., Neustrelitz-Schloßkirche,,Neustrelitz-Stadtkirche, Petersdorf, Plath, Prillwitz, Rühlow, Selmsdorf b. Lübeck, Teschendorf, Zahren, Zierke)

 

Felix GRÜNEBERG, Finkenwalde bei Stettin

geboren: 1876 Stettin

gestorben: 1945 Salzgitter

ab 1905 Inhaber der Stettiner Firma, die er 1906 nach Finkenwalde verlegt. Baut in großer Stückzahl Orgeln, innerhalb Mecklenburgs vor allem in Mecklenburg-Strelitz.

(Bargensdorf, Blankensee, Burg Stargard, Gehren, Goldenbaum, Golm, Groß Quassow, Ihlenfeld, Kargow, Kublank, Liepen b. Nstrl, Mallin, Mechow, Neetzka, Neustrelitz-Borwinheim, Pasenow, Schwichtenberg, Stäbelow, Watzkendorf, Zirzow)

 

Barnim II GRÜNEBERG, Greifswald

Ururenkel des Firmengründers

geboren: 1914 Stettin

gestorben: 1963 München

Nach 1945 Wiederinbetriebnahme der Firma auf DDR-Gebiet, Reparaturen auch in Mecklenburg.

 

HAMMER, Hannover

hervorgegangen aus der Firma P. Furtwängler & Hammer, 1883 Hannover; bis 2007 unter Leitung von Christian Eickhoff, verkauft an Orgelbaugesellschaft Reichenstein unter Leitung von Georg Schloetmann; seit 2008 in den Werkstatträumen von Franz Rietzsch (Hiddestorf).

Wenige Reparaturen, ein Orgelneubau in Mecklenburg nach 1990.

(Möllenhagen)

 

Hans HANTELMANN, Lübeck

geboren: 1655

gestorben: 1735

Lehre bei Arp Schnitger

1707 Herzogliches Orgelbauerprivileg für Mecklenburg

Wenige Orgelneubauten für Mecklenburg.

(Cammin b. Laage, Groß Eichsen)

 

Heinrich HERBST, Hildesheim

geboren: um 1620 in Salzderhelden

gestorben: 1687

Einzige Arbeit in Mecklenburg ist die Orgel in Basedow 1680-83, gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Gercke aus Güstrow.

 

Heinz HOFFMANN, Hamburg

geboren: 1935

nach der Lehre trat er 1960 bei Franz Grollmann ein und übernahm 1977 dessen Betrieb.

Nach 1990 Reparaturen in Mecklenburg.

(Kraak, Muchow, Roggendorf)

 

Friedrich Wilhelm HOLLAND, Schmiedefeld/Rennsteig

(1804-1879), in dritter Generation Orgelbauer,

lieferte fertige Orgeln, von denen auch mehrere in Mecklenburg aufgestellt wurden.

(Kratzeburg, Mollenstorf)

 

Reinhard HÜFKEN, Halberstadt

geboren: 1951 Tangermünde

Lehre bei A. Schuke, Potsdam, 1978 eigene Firma “Halberstädter Orgelbau”.

Restaurierungen in Mecklenburg nach 1990.

 

Julius JAISER, Stralsund

Geboren 1872 Ludwigsburg (Württemberg)

Wirkungszeit nach 1900 bis nach 1929

Ein Orgelneubau in Mecklenburg.

(Penzlin)

 

JEHMLICH-ORGELBAU, Dresden

Die 1808 gegründete Werkstatt befindet sich in fünfter Generation im Familienbesitz.

Vor 1900 nur ein Orgelneubau in Mecklenburg (Wolde - zerstört).

Ab 1950 mehrere Neubauten und Umbauten. Nach 1990 auch Restaurierungen.

(Lübz-kath., Matgendorf-kath., Mirow-kath., Neubrandenburg- kath., Neu Kaliss, Qualitz, Ribnitz-kath., Ribnitz-Stadtkirche, Rostock-Barnstorf (Josef, kath.), Rostock-Lichtenhagen, Waren-kath., Wismar-St. Nikolai,

Wustrow/Fischland)

 

KAMPHERM UND STEINECKE, Verl

Nach 1990 zwei Orgelrestaurierungen in Mecklenburg.

 

KEMPER, Lübeck

1868 Eröffnung der Werkstatt durch Emanuel Kemper, nach der dritten Generation erlosch die Firma 1981, wurde als Lübecker Orgelbau GmbH neueröffnet.  Im 20. Jh. einzelne Neubauten in Westmecklenburg.

Nach 1990 Übernahme gebrauchter Orgeln nach Mecklenburg.

(Bützow- katholisch, Dobbertin-Altarraum, Gresse, Schwaan-katholisch, Stralendorf, Rostock-Biestow: Familie Kiss, Zweedorf)

 

Christian Heinrich KERSTEN, Rostock

geboren: 1732 oder 1733 Rostock?

gestorben: 1799 Rostock

Wirkungszeit etwa zwischen 1766 und 1798 nachweisbar.

(Bad Sülze, Belitz)

 

Albert und Herrmann KIENSCHERF, Eberswalde

Albert (1859-1928 und Herrmann (1852-1912) übernahmen die Werkstatt 1890 von ihrem Vater Friedrich Kienscherf (1818-1890). 1928 übernahm der Mitarbeiter Karl Gerbig (1888-1971) die Werkstatt, die ab 1965 von Ulrich Fahlberg geführt wurde.

Ein Orgelneubau für Mecklenburg.

(Gischow)

 

Johannes KLAIS ORGELBAU GmbH & Co. KG, Bonn

Werkstattgründung 1882 durch Johannes Klais (1852-1925), Weiterführung des Betriebes durch Sohn Hans Klais (1880-1965), seit 1965 durch dessen Sohn Hans Gerd Klais (geboren 1930), seit 1995 durch Philipp Klais (geboren 1967).

Ein Neubau in Mecklenburg.

(Neubrandenburg-Konzertkirche, gemeinsam mit Schuke, Berlin)

 

Reinalt Johannes KLEIN, Lübeck

geboren: 1958 Konstanz

Orgelbaulehre 1978 bis 1982 bei Mönch & Prachtel (Überlingen). Gesellenzeit 1982 bei Mönch & Prachtel und 1983 bei Claude Jaccard in Frankreich und 1984/1985 bei Gebr. Späth Orgelbau sowie 1985–1988 bei Harald Rapp in Ennetach.

1988 bis 1992 Studium der Musikwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Ab 1993 Tätigkeit als freischaffender Orgelbauer bei Bartelt Immer (Norden) und Uwe Knaak (Berlin).

1998 eigene Werkstatt in Leipzig. 1999–2001 Leiter der Metallpfeifenwerkstatt des Göteborg Organ Art Center beim Bau der norddeutschen Barockorgel in Göteborg.

Seit 2008 Werkstatt in Stockelsdorf bei Lübeck.

Restaurierungen und Teilneubauten in Mecklenburg.

(Herrnburg, Ruchow) 

 

Henk KLOP, Garderen (NL)

Werkstattgründung 1966 durch Gerrit C. Klop, seit 1995 unter Führung von Henk Klop (siehe 23. Tage alter Musik Herne, S. 20). Mehrere Truhenorgeln in Mecklenburg.

(Bad Doberan-Münster, Propstei Parchim, Rostock-Universitätskirche, Schwerin-Schloßkirche, Waren-St. Georgen)

 

Henning KRÖGER, Güstrow, Wismar

Lebensdaten unbekannt

1611 Übersiedlung von Güstrow nach Wismar

Mehrere Neubauten für Mecklenburg; bis auf Gehäuseteile in Wismar, St. Nicolai vermutlich kein weiterer Bestand.

 

KÜHN, Merseburg

Aus einer thüringischen Firma in Schmiedefeld ging die 1935 von Schleusingen nach Merseburg verlegte Werkstatt hervor, die zuletzt von Gerhard Kühn (geboren 1926) geführt wurde.

Mehrere Umbauten und Reparaturen in Mecklenburg.

(Lübtheen-Gemeindesaal)

 

Johann Friedrich LADEGAST, Weißenfels

geboren 1818 Hochhermsdorf b. Rochlitz/Sa.

gestorben: 1905 Weißenfels

Lehre ab 1832 beim Bruder Christlieb Ladegast in Geringswalde

1838 erstes Instrument für Tanneberg, anschließend Wanderschaft, eventuell Arbeit bei Cavaillé-Coll in Paris,

1846 eigene Werkstatt in Weißenfels.

1871 Fertigstellung seines größten Werkes für den Dom Schwerin.

Ladegast gehörte eine Zeit lang zu den führenden Orgelbaufirmen der Welt.

Lieferung von Orgeln bis nach Afrika, Amerika, Südeuropa, Rußland, in das Baltikum.

1898 Übergabe der Firma an den Sohn Friedrich Oscar.

(Parum, Schwerin-Dom)

 

Carl Ernst LAUE, Neustrelitz

geboren: 1790 Neubrandenburg

gestorben: 1860 Neustrelitz

1818 Hofmusiker, Notenschreiber in Neustrelitz.

Aufbau von kleinen zugelieferten Orgeln des Orgelbauers Holland aus Schmiedefeld/Thür.

(Mollenstorf)

 

Christian LOBBACK, Neuendeich b. Hamburg

geboren: 1938

gestorben: 2015

Lehre und Tätigkeit bei Kemper, Walcker, Kleuker

1964 eigene Werkstatt

Einige Reparaturen nach 1990 in Mecklenburg.

 

Friedrich LÖBLING, Erfurt

Schüler von Rühlmann (Zörbig), begannn 1947 mit eigener Werkstatt. Hauptsächlich Bau von Kleinorgeln.

Einige Kleinorgeln und Reparaturen in Mecklenburg.

(Fürstenberg-kath., Kröpelin-kath., Neukloster-kath., Sternberg-kath., Warin-kath.)

 

Heiko LORENZ, Wilhelmshaven

geboren: 1959

Lehre und Geselle bei Orgelbau Voigt (Bad Liebenwerda), nach 1990 Geselle bei Führer (Wilhelmshaven);

übernahm im Jahr 2000 die Firma Führer in Wilhelmshaven, 2003 Firmeninsolvenz. Gründete den Betrieb 2004 unter dem Namen Heiko Lorenz Orgelbau GmbH neu.

(Rostock-Heiligen-Geist)

 

Karl LÖTZERICH, Krawinkel (Hessen)

geboren: 1932 Ippinghausen

gestorben: um 1995

Nach 1990 in Mecklenburg tätig.

(Jesendorf, Stuer)

 

Paul LÜDEMANN, Güstrow

geboren: um 1572

Wirkungszeit zwischen 1607 und 1633 bekannt.

 

Friedrich Hermann LÜTKEMÜLLER, Wittstock

geboren: 1815 Papenbruch bei Wittstock

gestorben: 1897 Wittstock

Wirkungszeit: 1844-1897

Lehre bei Turley in Treuenbrietzen, Wanderschaft, 1835-1843 Geselle bei Walcker in Ludwigsburg.

1844 Gründung der Werkstatt in Wittstock.

Zahlreiche Orgelneubauten für Mecklenburg.

(Ankershagen, Badendiek, Behren-Lübchin, Brudersdorf, Brunow, Dargun, Gnoien, Groß Dratow Groß Gievitz

Groß Methling, Güstrow-Dom, Hohen Wangelin, Jabel, Kessin, Kirch Grubenhagen, Kirch Kogel, Kraak, Lexow, Lohmen, Ludorf, Malchin-Marienkapelle, Massow, Poppentin, Redlin, Röbel-St. Marien, Ruest, Satow b. Malchow, Sietow, Stavenhagen, Sülte, Sülten b. Stavenhagen, Vilz, Vipperow, Volkenshagen, Waren-St. Georgen, Wasdow, Woosten, Wredenhagen)

 

MARCUSSEN, Apenrade (Dänemark)

Das Unternehmen wurde 1806 von Jürgen Marussen in Vester Sottrup gegründet, 1830 Übersiedlung nach Apenrade. 1922 übernahm der Ururenkel des Gründers Sybrand Zachariassen (1900-1960) das Unternehmen. Er war ein Pionier der Orgelbewegung und baute 1930 die erste Schleifladenorgel.

Übernahme einer gebrauchten Orgel nach Mecklenburg

(Rambow)

 

Ernst Julius MARX, Berlin

geboren: 1728 Ballenstedt/Sa.-Anhalt

gestorben: 1799 Berlin

Lehre vielleicht bei J. Peter Migend, Berlin und kurze Zeit bei Joachim Wagner, Berlin.

Nach 1790 gemeinsam mit Sohn Friedrich Emanuel in Mecklenburg tätig.

(Umbau Rostock-St. Marien, Reparatur Neukirchen)

 

Friedrich Emanuel MARX, Berlin

geboren: 1767 Berlin

gestorben: 1826 Berlin

Lehre beim Vater anzunehmen

Erste Tätigkeiten in Mecklenburg gemeinsam mit seinem Vater (s.d.).

1793-95 Fertigstellung Schwerin-Dom

 

Hugo MAYER, Heusweiler (Saar)

Gegründet durch Hugo Mayer (1912-1980), seit 1974 Leitung durch den Sohn Gerd Mayer (geb. 1941).

Eine Orgelumsetzung nach Mecklenburg.

(Russow, privat)

 

MECKLENBURGER ORGELBAU WOLFGANG NUSSBÜCKER

siehe Wolfgang Nußbücker und Andreas Arnold

 

Friedrich Albert Daniel MEHMEL, Stralsund

geboren: 1827 Allstedt/Thüringen

gestorben: 1888

Wirkungszeit: 1856-1888

Lehre in Thüringen, u.a. bei Schulze (Paulinzella) und Ladegast (Weißenfels);

Heirat der Witwe des Orgelbauers Ferner in Stralsund; 1858 Übernahme der Werkstatt Fernau;

1873 Zweigstelle in Wismar (Werkstattübernahme von Fr. W. Winzer).

Etwa 15 Neubauten in Mecklenburg-Schwerin.

(Demern, Herrnburg, Klaber, Neustadt-Glewe, Satow b. Rostock, Spornitz, Tessin, Vellahn, Warnkenhagen,

Wattmannshagen)

 

Paul MEHMEL, Stralsund

geboren: 1868 Stralsund

gestorben: 1894 Stralsund

Sohn von Fr. A. Mehmel

 

Johann Gottlob MENDE, Leipzig

geboren: 1787 Siebenlehn/Sa.

gestorben: 1850 Leipzig

Lehre: von Knoblauch in Halle?

seit 1811 Tätigkeit bei von Knoblauch, um 1820 eigene Werkstatt in Leipzig.

Keine Orgelbautätigkeit in Mecklenburg, 1982 Umsetzung einer Mende-Orgel nach Mecklenburg.

(Wismar-St. Nikolai)

 

Johann Michael MENGER, Paulinzella

geboren: um 1802

gestorben: 1880 in Paulinzella als Orgelbauer und Gasthofbesitzer

Lehre bei Johann Friedrich Schulze; eigene Werkstatt, übernahm auch Aufträge von Johann Friedrich Schulze.

(Eldena)

 

August NEUBURGER, Schwerin/Paris

geboren:  1820 Schwerin

gestorben: 1885 Paris 

wächst als Halbwaise auf, ab etwa 1835 Handwerkslehrling, ab unbekanntem Zeitpunkt bei Friese (II);

führt 1840 mehrere umfangreiche Reparaturen im Auftrag Frieses aus;

bis März 1841 bei Friese (II), dann wahrscheinlich Wechsel zu Winzer (Wismar), von da aus u.a.

1841 Arbeit an der Orgel in Weitendorf und 1842 Mitarbeit in Rostock, St. Marien.  

Herbst 1844 angestellt bei Bätz/Witte (Utrecht);

1845-48 bei Cavaillé-Coll (Paris), 1848 tätig für ? in Namur, dann ab etwa 1850 ständig bei Cavaillé-Coll, wird schließlich dessen Werkführer

 

Rudolf NEUTHOR, Kiel

geboren: 1933

1975 eigene Werkstatt

Übernahme der Firma durch Thomas Neuthor

Wenige Reparaturen nach 1990 in Mecklenburg.

 

Leopold NITSCHMANN, Schwerin

geboren: 1895

gestorben um 1966

Lehre bei Bruno Goebel (Königsberg). 1945 Flucht nach Norddeutschland und Erwerb der Werkstatt von Marcus Runge in Schwerin. Reparierte Orgeln und ersetzte in mehreren Instrumenten fehlende Prospektpfeifen sowie verlorengegangene Innenpfeifen. 1965 Übersiedlung nach Pirna-Copitz.

 

Friedrich August Adolph NOEBE, Güstrow

Geboren 1765 Dresden

gestorben 1832 Güstrow

Sohn des Orgelbauers Carl Friedrich Noebe

Wirkungszeit in Mecklenburg ab etwa 1820.

(Hohenzieritz)

 

Carl Heinrich Friederich Franz NOEBE, Güstrow

geboren: 1800 Kasendorf (Bayern)

gestorben: 1866 Güstrow (Domorganist und Orgelbauer)

Sohn von Friedrich August Noebe

Lehre als Orgelbauer beim Vater, mit ihm wahrscheinlich zunächst gemeinsam tätig,

Musiklehrer in Güstrow, 1828 Berufung zum Domorganisten,

Erhält am 3. Nov. 1841 das Großherzogliche Orgelbauerprivileg für Mecklenburg-Schwerin, führt viele Reparaturen, Umbauten aber auch einige Neubauten aus.

(Chemnitz, Hohen Sprenz)

 

Wolfgang NUSSBÜCKER, Plau

geboren: 1936 Nordhausen

Lehre bei Löbling, Erfurt und Geselle bei Heinze, Stadtilm

1965 Gründung einer Werkstatt in Erfurt, 1966 Übersiedlung nach Plau.

Viele Neubauten, aber auch Umbauten mecklenburgischer Orgeln.

1999 Übernahme der Werkstatt durch seinen Schwiegersohn Andreas Arnold.

(Badow, Benthen, Bernitt, Borkow, Burg Schlitz, Burg Stargard-Empore, Burg Stargard-kath., Cambs, Conow-Gem.raum, Crivitz, Dabel, Dobbertin, Dömitz-Gem.saal, Feldberg-kath., Friedland-Gem.raum, Gadebusch, Gadebusch-Chorraum, Ganzlin, Gnoien-neuapostolisch, Goldberg-Gem.saal, Goldebee, Gresse, Güstrow-G.-Oemcke-H., Hagenow, Heiligenhagen, Kirch Grambow, Kirchdorf / Poel, Krakow-kath., Kratzeburg, Kreien, Laage, Langen Trechow, Levitzow-kath., Lübz-Stiftskirche, Malchow-kath., Malchow-Stadtkirche, Marnitz, Neukloster-neuapostolisch, Pampow-Altarrraum, Parchim-Marien (Winterk.), Petschow, Pinnow, Plau-Stadtkirche, Plau-Altenhilfezentrum, Plau-Friedhof, Plau-Stadtkirche (Chorraum), Plau-Stadtkirche (Winterkirche), Plauerhagen, Prestin, Rehna, Retschow, Retzow, Röbel-St. Nicolai, Rostock-Eversh. kath., Rostock-Fam. Buttler, Rostock-Gehlsdorf, Rostock-Martin-Luther-Haus, Rostock-Südstadtgemeinde, Rostock-Volkstheater, Schlagsdorf, Schwerin-Dom (Thomaskapelle), Schwetzin b. Teterow-kath., Slate, Suckow b. Parchim Werle-Elisabethhaus, Teterow, Tramm, Vietzen, Walkendorf, Wamckow, Warlin, Wismar-Wendorf (Haus. d. Beg.), Wittenburg-Gemeindesaal, Woserin)

 

Johann Andreas ORRE, Livland

Lebensdaten und Herkunft unbekannt

Traueintrag in Güstrow vom 15. Oktober 1751, in dem Orre als Tischler bezeichnet wird.

Notiz in der Kirchenchronik zu Serrahn: „1738-1740 wurde auch die vom Kirchenpatron Erhard von Hahn auf Kuchelmiß geschenkte Orgel durch Andreas Johann Orre aus Lievland … gebaut.“

(Serrahn)

 

Paul OTT, Göttingen

Geboren: 1903 Oberteuringen, Orgelbaulehre bei Steinmeyer (Oettingen), 1930 Selbständig in Göttingen. Nach 1950 Eintritt des Sohnes Dieter Ott (geboren 1934) in die Werkstatt.

Nach 1990 Übernahme einer gebrauchten Orgel nach Mecklenburg.

(Marlow)

 

Carl PETERS, Neustrelitz

geboren: 1819 Strelitz

gestorben: 1891 Neustrelitz

Wirkungszeit: erwähnt zwischen 1865 und 1884.

Wird im Sterbeeintrag als Instrumentenmacher bezeichnet.

Wenige Arbeiten in Mecklenburg, ein Orgelneubau bekannt.

(Strasen)

 

August Friedrich Ludwig QUOSIG, Rostock

Lebensdaten unbekannt

Tätigkeiten nachweisbar 1838/40

1838 gemeinsames Auftreten mit Hinrich Rasche (Rostock) unter der Bez. „Rasche&Quosig“. Der Neubau in Marlow 1839 war schon wieder alleinige Sache von Quosig.

(Marlow)

 

Hinrich RASCHE, Rostock/Doberan

geboren: 1794

gestorben: 1874

Wirkungszeit in Mecklenburg: zwischen 1833 und um 1866.

Lehre bei Joachim Wilhelm Geycke, Hamburg, zunächst auch in Hamburg tätig.

Übersiedlung um 1834 nach Rostock, 1838 mecklenburgisches Orgelbauerprivileg, Konkurs 1843. 1848 Über- siedlung nach Doberan; neben seiner Orgelbautätigkeit auch als Sachverständiger tätig. Bietet mehrmals ältere Orgeln aus dem Hamburger Raum zum Verkauf, die Zahl seiner Orgelneubauten ist klein.

(Bentwisch, Blankenhagen, Kessin, Kirch Rosin, Levin, Ribnitz-Klosterkirche)

 

Hubert REBMANN, Rottenburg/Neckar

geboren: 1951, selbständig seit 1981

Gebrauchte Truhenorgel nach Mecklenburg.

(Vorbeck bei Pinnow)

 

Peter REICHMANN, Braunschweig

geboren 1931 Hamburg

Lehre bei Rother in Hamburg bis 1954, anschließend bei Kemper, Führer, in Dänemark und USA.

1971 Meisterprüfung, Übernahme der Werkstatt von Weißenborn in Braunschweig, Neuansiedlung in Bevenrode.

2000 bis 2007 wohnhaft in Seewalde, zuletzt in Martensrade-Ellhornsberg.

(Grevesmühlen, Schwerin, Seewalde)

 

Wilhelm REMLER sen., Berlin

geboren: 1824 Lübben

gestorben: 1896 Berlin

Nach der Tischlerlehre erwarb er umfassende Kenntnisse als Orgelbauer „in der Fremde“, sein Wirken ist ab 1851 in Berlin nachweisbar.

1880 Sohn Wilhelm Remler jun. Mitteilhaber des Geschäftes

Zwei Orgelneubauten für Mecklenburg nachweisbar.

(Basse, Schlieffenberg)

 

Jochim RICHBORN, Hamburg

geboren: in Hamburg

gestorben: 1684

vermutet wird, dass er bei Friedrich Stellwagen lernte und die Werkstatt von Gottfried Fritzsche übernahm. Er verstarb in Elmshorn während des Baues einer Orgel, die Arp Schnitger fertigstellte.

In Mecklenburg ein Neubauangebot für Grevesmühlen, sowie ein Positiv, das in Ruchow erhalten ist.

 

Christian Gottlieb RICHTER, Stettin

Lebensdaten unbekannt

Wirkungszeit in Pommern zwischen 1730 und 1742 bekannt. 1744-46 Mitwirkung beim Neubau in der Marienkirche Friedland. Gehäuse und Prospektpfeifen sind erhalten.

 

Johann Michael RÖDER, Berlin

geboren: um 1670

gestorben: um 1750

Wirkungszeit nachweisbar zwischen 1708 und 1745

Tischler bei Arp Schnitger in Hamburg, anschließend 1706-1708 bei Schnitger Orgelbauerlehre.

Keine Arbeiten in Mecklenburg, 1830 eine Orgelumsetzung aus Berlin nach Mecklenburg.

(Wesenberg)

 

Paul ROTHER, Hamburg

geboren: 1871 Schweidnitz

gestorben: 1960 Hamburg

Lehre bei Schlag & Söhne, Schweidnitz, 1899 Übernahme des Hamburger Orgelbaubetriebes Wolfsteller.

1919 einziger Neubau für Mecklenburg.

(Zehna)

 

Johann Heinrich RUNGE, Hagenow

geboren: 1811 Hagenow

gestorben: 1885 Hagenow

Lehre als Tischler bei seinem Vater

Orgelbauerlehre bei Schulze, Paulinzella? 1841 Bau des Meisterstückes (Orgel in Klinken). 18

Zahlreiche Orgelneubauten im Westen Mecklenburgs, außerdem Bau von Orgelgehäusen für andere Orgelbauer.

(Döbbersen, Dömitz, Dütschow, Frauenmark, Gammelin, Garwitz, Gorlosen, Kirch Jesar, Kladrum, Klinken, Mirow b. Schwerin, Parum b. Schwerin, Raduhn, Picher)

 

Marcus RUNGE, Schwerin

geboren: 1865 Hagenow

gestorben: 1945 Schwerin

Wirkungszeit: 1897 bis nach 1940

Lehre bei seinem Vater J.H. Runge bis 1885

Gehilfe bei Wilhelm Sauer (Frankfurt/O.), 1893-94 Gehilfe bei Friedrich Friese (Schwerin), 1894-96 Gehilfe bei Ladegast (Weißenfels), 1896 Übernahme der Werkstatt von Friese (III) in Schwerin. Baut zunächst in dessen Tradition (Gehäusegestaltung, Baudetails) nun aber pneumatische Orgeln, zahlreich für Mecklenburg.

(Alt Jabel, Alt Karin, Boizenburg-kath., Buchholz, Bütow, Camin b. Wittenburg, Consrade, Darß, Dorf Mecklenburg, Gorschendorf, Grabow b. Röbel, Greven b. Hagenow, Herzberg, Groß Brütz, Hohen Mistorf, Karbow b. Gnevsdorf, Körchow, Lübz-Stadtkirche, Malchow-Orgelmus.(Wittenburg), Pampow, Priborn, Rehna, Severin, Steffenshagen, Sukow b. Pinnow, Wendisch Priborn, Zahrensdorf bei Boizenburg, Zapel, Zickhusen, Ziegendorf)

 

Ernst SAUER, Friedland

geboren: 1799 Karlsburg bei Anklam

gestorben: 1873 Friedland

Schmied in Schönebeck bei Friedland, baute autodidaktisch 1835 eine Orgel für Schönebeck,

daraufhin Stipendium des Herzogs für eine Orgelbauausbildung, ½ Jahr Mitarbeit bei Ratzmann, Ohrdruf (Thür.).

1838 eigene Werkstatt in Friedland, Zweigbetrieb in Deutsch Krone (Westpreußen). 1855 Bau der ersten Orgel mit Kegelwindlade in Mecklenburg.

Zahlreiche Orgelneubauten, besonders für Mecklenburg-Strelitz und Westpreußen. Viele dieser Orgeln sind nicht erhalten oder in unspielbarem Zustand.

(Carwitz, Cölpin, Galenbeck, Glienke, Groß Varchow, Grünow, Lindow, Malchow-Orgelmuseum(Mestlin), Mildenitz, Salow, Schönhausen, Schwanbeck, Triepkendorf, Wittenborn, Wulkenzin)

 

Siegfried SAUER, Ottbergen

geboren: 1941 Langenöls

Lehre bei Kreienbrink, Osnabrück, eigener Betrieb in Höxter, später in Ottbergen, 1973 Übernahme der Firma Feith in Paderborn.

Nach 1990 Übernahme gebrauchter Orgeln nach Mecklenburg.

(Rostock-Evershagen (Th. Morus-kath.), Wittenburg-kath.)

 

Wilhelm SAUER, Frankfurt/Oder

geboren: 1831 Schönebeck bei Friedland

gestorben: 1916 Frankfurt/Oder

Sohn von Ernst Sauer

Lehre beim Vater ist anzunehmen, eine Wanderschaft bis nach England, Schweiz und Frankreich ist zeitlich schwer einzuordnen. 1848 frühester Hinweis auf Mitarbeit in der väterlichen Werkstatt (Orgel Fürstenberg).

Vor August 1851 Meisterprüfung, ab 1851 Planung und Bau eigener Instrumente in der väterlichen Werkstatt, 1851 Leitung der väterlichen Zweigwerkstatt in Deutsch Krone (Hinterpommern) und gemeinsame Projekte mit dem Vater in Mecklenburg (Dobbertin). 1857 eigene Werkstatt in Frankfurt/Oder.

Wird zum führenden Orgelbauer Deutschlands gegen Ende des 19. Jh. mit dem Bau hervorragender pneumatischer Orgeln.

(Badresch, Boek, Groß Plasten, Quadenschönfeld, Röbel-St. Nicolai, Schönbeck, Schwinkendorf, Wanzka, Warbende)

 

W. SAUER ORGELBAU, Frankfurt/Oder

1910 kauft Paul Walcker, Ludwigsburg, die Wilhelm-Sauer-Werkstatt

1972 volkseigener Betrieb, 1990 Eigentum von Walcker-Mayer, Ludwigsburg

2000 nach Insolvenz Neugründung als „W. Sauer Orgelbau Frankfurt (Oder) GmbH“, Umzug nach Müllrose.

Zahlreiche Orgeln, besonders nach 1945 Orgelpositive für Mecklenburg.

(Alt Strelitz, Bad Doberan-Münster, Bredenfelde, Friedland-St. Marien, Fürstenberg, Fürstenberg-neuapostolisch, Gadebusch-neuapostolisch, Goldberg-kath., Grabow-kath., Grevesmühlen-Herr Dünow, Grevesmühlen-kath., Güstrow-neuapostolisch, Güstrow-Pfarrkirche, Kambs, Kühlungsborn-neuapostolisch, Levitzow, Ludwigslust-neuapostolisch, Malchow-Adventisten, Malchow-Orgelmus.(Waren), Neddemin, Neubrandenburg-neuapostolisch, Neustrelitz-neuapostolisch, Parchim-Georgen (Winterkirche), Parchim-kath., Parchim-neuapostolisch, Perlin, Plau-Altersheim, Rehberg, Ribnitz-neuapostolisch, Rostock-Christus-kath.

Rostock-Dierkow (Slüter), Rostock-St. Marien, Rostock-ev. method. Kirche, Rostock-Reutershagen (Andreas),

Sanitz, Schillersdorf, Schwerin-Lankow, Schwerin-Lankow (Martin, kath.), Schwerin-Mueßer Holz (Andreas, kath.), Schwerin-neuapostolisch, Stavenhagen-katholisch, Thürkow, Waren-neuapostolisch, Wesenberg-Altarempore, Wismar-Neue Kirche, Wokuhl, Woldegk, Woldegk-Gemeinderaum)

 

Christian SCHEFFLER, Sieversdorf

geboren: 1954

Lehre bei Firma Sauer, Frankfurt/Oder

1990 eigene Restaurierungswerkstatt in Sieversdorf

Zahlreiche Restaurierungen in Mecklenburg.

 

SCHLAG & SÖHNE, Schweidnitz/Schlesien

1834 bis 1923 bestehender Betrieb in Schweidnitz

Wenige Orgelneubauten für Mecklenburg.

(Diemitz, Eickelberg, Lärz)

 

Reinhard SCHMEISSER, Rochlitz

1844 Gründung des Betriebes, der bis 1975 bestand. Letzter Firmeninhaber war Reinhard Schmeisser (1909-1978).

Nach 1945 Orgelneubau, einige Reparaturen und Umbauten in Mecklenburg.

(Bad Doberan-Gemeindehaus, Ribnitz-Stadtkirche)

 

Gerhard SCHMID, Kaufbeuren

geboren: 1925

gestorben: 2004

1955 Gründung der Werkstatt

Nach 1980 einige Reparaturen in Mecklenburg, eine Orgelumsetzung nach Mecklenburg.

(Rostock- Nicolai)

 

Heinrich SCHMIDT, Dobbertin

geboren: 1754/55 in Rostock

gestorben: 1797 in Dobbertin

Sohn des Rostocker Orgelbauers Paul Schmidt

1770 Geselle seines Vaters. Eigene Neubauten sind nicht bekannt.

Teilneubau in Ruchow erhalten.

 

Johann Jochen Michel SCHMIDT, Malchin

geboren: 1764 Malchin

gestorben: 1842

Lehre bei Paul Schmidt, kurze Mitarbeit bei Johann Georg Stein im Dom Schwerin;

stellte die letzte Orgel des Rostocker Paul Schmidt in Bülow b. Teterow fertig.

(Gielow, Groß Tessin, Röbel-St. Marien, Waren-St. Marien)

 

Johann Christian SCHMIDT, Malchin

geboren: 1801 Malchin

gestorben: 1863 Malchin

Sohn von Johann Jochen Schmidt

Lehre: unbekannt

Noch können die Arbeiten von ihm und seinem Vater nicht im jedem Fall differenziert werden.

 

Johann-Gottfried SCHMIDT, Rostock

geboren: 1971

Nach der Tischlerlehre 1988-1990 Lehre im Cembalobau bei seinem Vater Martin-Christian Schmidt 1991- 1994,

1995- 2000 Orgelbauerlehre und anschließende Tätigkeit in der Orgelwerkstatt Scheffler (Sieversdorf). 2003 Übernahme der väterlichen Werkstatt in Rostock.

Zahlreiche Restaurierungen.

 

Johann Jochen SCHMIDT, Malchin

geboren 1798 Malchin

gestorben: 1844 Malchin

Sohn von Johann Jochen Schmidt

Bruder von J. Christian

Tischlergeselle und Orgelbaugehilfe; über eigenständiges Arbeiten ist nichts bekannt.

 

Martin-Christian SCHMIDT, Rostock

geboren: 1946

gestorben: 2000

Lehre als Cembalobauer

Nach 1990 auch Orgelrestaurierungen,

2000 Übernahme des Betriebes durch den Sohn Gottfried Schmidt.

Einige Reparaturen und Restaurierungen in Mecklenburg.

 

Paul Arnd SCHMIDT, Rostock

geboren: 1715 oder 1716 Rostock?

gestorben: 1798 Ludwigslust

Wirkungszeit nachweisbar 1743 - 1790

Lehre bei Caspar Sperling, Rostock

Aktivster Orgelbauer in der 2. Hälfte des 18. Jh. in Mecklenburg-Schwerin, behutsamer Umgang mit der Formulierung “bedeutendster mecklenburgischer Orgelbauer des 18. Jh.” ist geboten,

Zahlreiche Neubauten für Mecklenburg

(Bülow b. Teterow, Dreveskirchen, Gross Upahl, Hohen Luckow, Neukirchen, Petschow, Reinshagen)

 

Arp SCHNITGER, Hamburg

geboren: 1648 Schmalenfleth

gestorben: 1719 Neuenfelde

bedeutendster Orgelbauer seiner Zeit in Norddeutschland.

Sein einziger Neubau für Mecklenburg in Dargun wird 1945 Opfer der letzten Kriegstage;

im 19. Jh. Umsetzung einer Schnitger-Orgel nach Mecklenburg.

(Blankenhagen)

 

Tobias SCHRAMM, Thomsdorf

Lehre bei Sauer

Geselle bei Christian Scheffler

Selbständig in Thomsdorf (Uckermark)

Nach 1990 Restaurierungen in Mecklenburg.

 

Alexander SCHUKE, Potsdam / Werder

1894 Gründung der Firma durch Alexander Schuke

Nach 1945 unter Leitung von Hans-Joachim Schuke (1908-79), 1972-1990 volkseigen, 1976-90 Leitung durch Max Thiel und seit 1990 wieder in Familienbesitz (Matthias Schuke). 2004 Ansiedlung in Werder bei Potsdam. Neubauten, Erneuerungen und Restaurierungen mecklenburgischer Orgeln.

(Bad Doberan-Münster, Boltenhagen, Groß Lukow, Ludwigslust-Stiftsk., Mirow, Neubrandenburg-kath. Altersheim, Neubrandenburg-St. Johannis, Neubrandenburg-Klinik, Neubrandenburg-St. Michael, Parkentin, Rostock-St. Johannis (2x), Rostock-St. Marien, Rostock-St. Petri, Rostock-Ufergemeinde Groß Klein, Rostock-Universitätskirche, Salow, Schwerin-Baptistengemeinde, Schwerin-Schloßkirche, Sülstorf, Teterow-kath., Warnemünde-kath., Wismar-kath. St. Laurentius

 

Johann Friedrich SCHULZE, Paulinzella

geboren: 1793 Milbitz

gestorben: 1858 Paulinzella

Lehre bei J. Benjamin Witzmann in Stadtilm

1815 eigene Werkstatt in Milbitz, ab 1825 in Paulinzella

Bedeutender Orgelbauer über Thüringen hinaus.

Einige Orgelneubauten für Mecklenburg.

Nach dem Tod der Söhne nach 1880 Ende des Betriebes.

 

Guido SCHUMACHER, Eupen (Belgien)

geboren: 1957

Orgelstudium am Königlichen Konservatorium Lüttich, Studium der Musikwissenschaften und Kunstgeschichte an der Universität Lüttich.

1981 Einstieg in den väterlichen Betrieb, seit der Umwandlung der Firma in "Schumacher Orgelbau GmbH" Co-Geschäftsführer, nach dem Rücktritt des Firmengründers Stephan Schumacher 1988 Geschäftsführer.

(Hochschule für Musik und Theater Rostock)

 

Ahasverus SCHÜTZE, Minden

Schüler von Friedrich Stellwagen

1676 Umbau der Schloßkirchenorgel Schwerin, die verändert 1846 durch Friese (II) in Redefin aufgestellt wurde.

 

Julius Ludwig Ernst Wilhelm SCHWARZ, Rostock

geboren: 1862 Rostock

gestorben: 1934 in Grand Rapids (Michigan, USA)

Ca. 1876-1880 Lehre bei Friedrich A. Mehmel, Stralsund/Wismar

Wanderjahre 1880-86: Richard Ibach (Barmen), 1883/84 Richard Kreuzbach (Borna)

1887Anmeldung der eigenen Werkstatt in Rostock, laut selbst verfasstem Werbeblatt bestand die Selbständigkeit seit 1885.

Schwarz baut in Mecklenburg als Erster pneumatisch gesteuerte Orgeln. Einzelne Neubauten in der Lausitz und nach 1885 nach Norwegen. Bis 1900 ca. 35 Orgelneubauten. 1900 Verkauf des Geschäftes an Carl Börger (Rostock). Anschließend ist Schwarz Geschäftsführer von Noreg Orgelfabriken, Sandnes (Norwegen). 1903 wandert er nach Amerika aus. 1920 wohnt er in Grand Rapids, Kent, Michigan, United States. Dort lässt J. Schwarz 1931 ein Patent zum Bau von Akkordeons registrieren.

(Altkalen, Baumgarten, Below b. Goldberg, Beseritz, Biendorf, Dänschenburg, Grebbin, Hohen Pritz, Ivenack, Linstow (Kieth), Lutheran, Minzow, Mölln, Nossentin, Prestin, Roggendorf, Rosenow, Siggelkow, Techentin,

Westenbrügge)

 

SEIFERT & SOHN, Kevelaer

hervorgegangen aus dem 1885 in Köln gegründeten Seifertschen Betrieb, heute in Kevelaer ansässig

Nach 1990 Erwerb einer gebrauchten Orgel für Mecklenburg.

(Altkalen)

 

C. F. SIMON, Alt Strelitz

Lebensdaten unbekannt

Wirkungszeit bekannt zwischen 1781 und 1811. Das Gehäuse in Penzlin ist erhalten.

 

Johannes SOLDAN, Hohendubrau/Lausitz

geboren 1961

Lehre als Tischler, ab 1983 Lehre bei Firma Eule (Bautzen), 1990/92 Mitarbeiter bei Johannes Soldan, 1991bis 2001 Mitinhaber von Orgelbau Groß & Soldan; seit Firmengründung 2001 ein Neubau in Mecklenburg

(Wismar St. Nikolai Chororgel)

 

Caspar SPERLING, Rostock

geboren vermutlich um 1675

gestorben vermutlich 1743

aus Quedlinburg, ab etwa 1700 in Rostock seßhaft.

Wirkungszeit in Mecklenburg sicher nachweisbar zwischen 1706 bis 1735.

Gehäuse in Boddin erhalten

 

Jörg STEGMÜLLER, Wilhelmshorst / Michendorf

geboren: 1964 Brauschweig

Lehre bei Gerhard Schmid (Kaufbeuren) von 1986-1990

Meisterprüfung 1999

Mitarbeit bei Gerhard Schmid (Kaufbeuren), Franz Xaver Lang (Irsee) und der Berliner

Orgelbauwerkstatt Karl Schuke

Selbständig seit 2001 und 2005 Werkstattneubau in Wilhelmshorst / Michendorf

Nach 1990 einige Orgelrestaurierungen in Mecklenburg.

 

Johann Georg (Hans) STEHLE, Haigerloch-Bittelbronn

geboren: 1946

Erlernte von 1961 – 1964 das Orgelbauhandwerk im väterlichen Betrieb, der auf eine Gründung der Brüder Johann und Josef Stehle 1894 in Bittelbronn zurückgeht.

1967 – 1968 Tätigkeit bei der Firma Rensch in Lauffen a. N., 1974 Meisterprüfung. 1975 Übernahme des Betriebes aus der Hand des Onkels Sebastian, 1980 Umwandlung in die Firma Stehle-Orgelbau GmbH.

2010 Übergabe der Firma an den langjährigen Mitarbeiter Markus Hilbel.

Erwerb einer gebrauchten Orgel für Mecklenburg.

(Neverin)

 

Johann Georg STEIN (d.Ä.), Lüneburg

geboren: 1712 Berlstedt (Thür.)

gestorben: 1785 Lüneburg

Lehre in Erfurt

Erster Orgelneubau 1752-54 in Uelzen, 1758 Lüneburger Orgelbauprivileg in Nachfolge Hagelsteins.

Neben der Orgel in Trebel (Niedersachsen) blieb nur die Orgeln in Warlitz (1770) erhalten.

(Warlitz)

 

Johann Georg STEIN (d.J.), Lüneburg

geboren: 1751 Lüneburg

gestorben: um 1796 Lüneburg

Mitarbeiter bis 1778 von Ernst Marx (Berlin) in Stralsund; führte nach 1785 die väterliche Werkstatt fort, konnte den begonnenen Schweriner Domorgelneubau wegen schwerer Krankheit nicht vollenden.

 

STEINMEYER, Oettingen

1847 gegründet, noch immer in Oettingen ansässig.

Nach 1990 Erwerb einer gebrauchten Orgel für Mecklenburg.

(Zierzow b. Ludwigslust)

 

GEBRÜDER STOCKMANN, Werl (Westf.)

1889 gegründet

Nach 1990 Erwerb einer gebrauchten Orgel für Mecklenburg.

(Plau-katholisch)

 

Axel STÜBER, Berlin

Lehre bei Nußbücker, Plau

Zahlreiche Reparaturen und Umbauten mecklenburgischer Orgeln etwa zwischen 1975 und 1990.

 

Eberhard TOLLE, Preetz

geboren: 1905 Zürich (Urenkel von E. Fr. Walcker)

gestorben: 1973 Preetz

Nach 1945 Gründung einer Werkstatt in Kiel, ab etwa 1956 bis 1975 in Preetz. 1975 Übernahme durch Rudolf Neuthor, Kiel.

Nach 1990 Erwerb einer gebrauchten Orgel für Mecklenburg.

(Sternberg)

 

Jost TRUTHMANN, Frankfurt (Oder)
Lehre und Gesellenjahren bei Orgelbau W. Sauer (Frankfurt/Oder), langjährige Mitarbeit in der Orgelwerkstatt Christian Scheffler (Sieversdorf). 2002 Gründung der eigenen Werkstatt

(Neustrelitz-Truhenorgel)

 

Leon VERSCHUEREN, Heythuysen (NL)

Traditionelle Orgelbauwerkstatt in den Niederlanden.

Nach 1990 Erwerb einer gebrauchten Orgel für Mecklenburg.

(Mestlin)

 

Christoph Erdmann VOGEL, Lübeck

Schüler von Hans Hantelmann in Lübeck

1737 Arbeiten in der Nicolaikirche Wismar, dabei Neubau des Rückpositives;

bis 1761 Reparaturarbeiten in Grabow, Dömitz und Schwerin (Dom) bekannt.

 

VOIGT, Bad Liebenwerda

“Mitteldeutsche Orgelbauanstalt A. Voigt”

1905 Gründung der Firma durch Arno Voigt, heute im Besitz der Brüder Voigt.

Mehrere Reparaturen, wenige Orgelneubauten für Mecklenburg.

(Dambeck b. Parchim, Klink, Neubukow-Gemeindesaal, Warnemünde (2x))

 

WALCKER, Ludwigsburg

1820 Gründung des Ludwigsburger Betriebes durch

Eberhard Friedrich Walcker (1794-1872), der die Firma zu bedeutendem Ruhm brachte.

Nach 1854 kommen nach und nach fünf Söhne in das Geschäft, der Firmenname lautet E. F. Walcker & Cie.

1910 zusätzlich Übernahme der Firma Sauer in Frankfurt/Oder.

In Mecklenburg vor 1900 Neubau in Röckwitz (jetzt Vorpommern) und Groß Lukow (zerstört), nach 1900 einzelne große pneumatische Orgelneubauten.

Nach 1990 Erwerb einer gebrauchten Orgel für Mecklenburg.

(Rostock-Heiligen-Geist, Sternberg, Schwerin-Theater)

 

Robert WALTER (Sen.), Friedland

geboren: 1851 Friedland

gestorben: 1929 Friedland

Reparaturen, Orgelpflege im Strelitzer Land; nur eine Orgel (Trollenhagen) als Werk (Umbau) Walters ausgewiesen; 1894 Reparaturarbeit in Penzlin.

 

Robert WALTER (Jun.), Friedland

geboren: 1888 Friedland

gestorben: 1934 Friedland

Mitarbeit beim Vater; nach 1918 Eröffnung eines Geschäftes zum Vertrieb und Reparatur von Musikinstrumenten in Friedland.

Keine Orgelneubauten bekannt.

 

Kristian WEGSCHEIDER, Dresden

geboren: 1954 Ahrenshoop

1975-1978 Lehre bei Firma Jehmlich (Dresden), 1976 bis 1980 Fernstudium zur Restaurierung von Musikinstrumenten in Leipzig und Berlin

1989 eigene Restaurierungswerkstatt in Dresden

Zahlreiche Restaurierungen, ein Orgelneubau in Mecklenburg.

(Dom Güstrow-Winterkirche)

 

Giso WEITENDORF, Schwaan

geboren: 1980 in Schwaan

Lehre bei Alexander Schuke-Orgelbau Potsdam, 2008 Selbständigkeit in Schwaan, 2014 Aufgabe des Geschäftes.

Einige Restaurierungen in Mecklenburg.

 

Gert WEYLAND, Opladen

geboren: 1944

Lehre bei Späth, Peter und Rieger. 1971 Übernahme der durch Ernst Weyland 1931 in Opladen gegründeten Werkstatt. Seit 2000 im Eigentum von Uwe Cantzler.

Eine Orgelübernahme nach Mecklenburg.

(Malchow-Stadtkirche)

 

Friedrich Wilhelm WINZER, Wismar

geboren: 1811 Mellenbach (Thür.)

gestorben: 1886 Wismar

Lehre bei J. Fr. Schulze, Paulinzella

ab1840 in Mecklenburg tätig

1841 eigene Werkstatt in Wismar

1873 Übergabe der Werkstatt an Friedrich Albert Mehmel (Stralsund)

Zahlreiche Orgelneubauten und Umbauten in Mecklenburg.

(Brüel, Bützow-Ref. Kirche, Damshagen, Friedrichshagen, Gressow, Groß Markow, Herzfeld, Hohenkirchen, Hohen Viecheln, Kalkhorst, Kavelstorf, Kladow, Klütz, Kröpelin, Lübow, Lüssow, Malchow-Orgelmus. (Stralendorf), Passee, Peckatel, Proseken, Rerik, Rethwisch, Schönberg, Schorrentin, Schwaan, Serrahn, Weitendorf b. Kritzkow, Wittenburg, Zarrentin, Zurow)

 

Heinrich WITTIG, Berlin

Herkunft und Lebensdaten unbekannt

Drei Orgeln aus den Jahren 1860 -75 sind nur bekannt, eine davon in Mecklenburg-Strelitz.

(Göhren)

 

Johann Gottlieb WOLFSTELLER, Hamburg

geboren: 1794 Rakith b. Wittenberg

gestorben: 1867 Hamburg

1833 Übernahme der Werkstatt des Schwiegervaters J. W. Geycke

Drei Orgeln (z. T. spätere Umsetzungen) in Mecklenburg.

(Groß Raden, Pokrent, Varchentin)

 

Rainer WOLTER, Zudar/Rügen

geboren: 1948

1972-75 Lehre bei Sauer, Frankfurt/O., bis 1984 Geselle bei Jehmlich (Dresden); anschließend Anstellung bei weiteren Orgelbaufirmen. 1991 Gründung der eigenen Werkstatt in Hamburg, 1995 Werkstatt auf Rügen, 2006 Werkstatt in Zörbig.

Wiederherstellungen und Reparaturen in Mecklenburg.

 

Ludwig ZEITZ, Neubrandenburg

2. Hälfte 19. Jahrhundert,

Wird als Orgelpfleger genannt; 1848 urkundlich Geselle Ernst Sauers.

 




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