
Verzeichnis der Orgelbauer
deren Tätigkeit an Orgeln oder Orgelteilen in Mecklenburg erhalten geblieben ist.
Andreas ARNOLD, Plau
geboren: 1964 Zerbst
Lehre 1981-1984 bei Nußbücker, Plau
1999 Übernahme des Geschäftes von Wolfgang Nußbücker.
Zahlreiche Restaurierungen in Mecklenburg, wenige Neubauten.
(Dewitz, Domsühl, Trollenhagen)
David BAUMANN, Friedland/Altkalen
Sohn des Orgelbauers David Baumann d. Ä. aus der Mark Brandenburg
über kurze Zeit in Friedland ansässig, später in Altkalen
als Organist um 1740 genannt.
Wirkungszeit als Orgelbauer zwischen 1727 und 1746.
Wenige Orgelbauten bekannt.
(Friedland-St. Marien, Neukalen)
David BAYER, Schwerin
(auch Baier/Beyer)
geboren: um 1757 in Dresden
gestorben: ?
nennt sich Orgelbauer und Instrumentenmacher
Zwischen 1794 und 1806 sind Neubauten und Reparaturen in Mecklenburg und Vorpommern nachweisbar.
(Kotelow)
Michael BECKER, Kupfermühle
geboren: 1953
Lehre und Geselle beim Vater, dann Woehl und Rieger
1989 Übernahme der väterlichen Werkstatt.
Nach 1990 Reparaturen in Mecklenburg.
Matthias BECKMANN, Friesack
Reparaturen und Restaurierungen nach 2000
BÖHM, Gotha
1888 gegründet, bis heute im Besitz der Nachfahren.
Wenige Neubauten nach 1945 in Mecklenburg.
Carl BÖRGER, Gehlsdorf
geboren: 20. Mai 1846 Krummendorf
gestorben: 1917
Lehre bei Friedrich W. Winzer (Hinweis in der Orgelakte Dambeck b. Parchim). 1873 als Orgelbauer aus Toitenwinkel bezeichnet (Orgelakte Dambeck). Später Werkstatt in Gehlsdorf (heute Amtsstraße). 1892 Ernennung zum Hoforgelbauer. Mit Übernahme des Konkurs gegangenen Geschäftes von Julius Schwarz 1900 beginnt der Bau pneumatischer Orgeln. Zu dieser Zeit neben Marcus Runge in Schwerin führender Orgelbauer in Mecklenburg-Schwerin. Wirkungszeit bis etwa 1912, dann Werkstattübernahme durch Sohn Christian Börger. Neben den Neubauten führt er zahlreiche Veränderungen und Erweiterungen älterer Orgeln aus. Jährliche Revisionen an vielen mecklenburgischen Orgeln.
Christian BÖRGER, Gehlsdorf (Elisabethstraße)
geboren: 24. Juli 1883 Gehlsdorf
gestorben: 29. Mai 1955
Sohn von Carl Börger
Lehre: ?
1912 Übernahme der väterlichen Werkstatt, Wirkungszeit bis nach 1945.
Wenige Orgelneubauten; aber Reparaturen und Revisionen eines Großteils der mecklenburgischen Orgeln.
Michael BRAUN, Eisbergen
Volksschullehrer Porta Westfalica, Autodidakt, baut seit dem 12. Lebensjahr Orgeln.
(Güstrow-Dom: Truhenorgel)
BRIEGEL, Lübeck
17. Jh.
wenige Neubauten in Mecklenburg,
Erhalten blieb das Gehäuse in Mühlen Eichsen.
Edmund BRUDER, Wismar
geboren: 1845 Augstedt (Thür.)
gestorben: 1911 Wismar
Lehre: wahrscheinlich bei Fr. W. Winzer, bei dem er aktenkundlich 1869 als Gehilfe arbeitet. 1873 bleibt er in der durch Fr. A. Mehmel übernommenen Werkstatt tätig. 1877 eigene Werkstatt in Wismar.
Wenige Orgelneubauten bekannt.
(Mirow (jetzt in Leussow), Polchow, Witzin)
Carl August BUCHHOLZ, Berlin
geboren: 1796 Berlin
gestorben: 1884 Berlin
Sohn des Orgelbauers Johann Simon Buchholz,
Lehre beim Vater und nach dessen Tod 1825 Übernahme der Werkstatt.
Wenige Orgelneubauten innerhalb seines großen Schaffens für Mecklenburg.
1850 wird der Sohn Carl Friedrich Teilhaber der Werkstatt.
Carl Friedrich BUCHHOLZ
geboren: 1821 Berlin
gestorben: 1885 Berlin
Sohn von Carl August Buchholz. Um 1850 wird er Teilhaber der väterlichen Werkstatt.
Christian Friedrich CALBOW, Wismar
geboren um
Gehäuse in Rerik (1793) erhalten.
Johann Friedrich Ludwig CORDES, Altkalen
geboren um 1786,
gestorben nach 1862, genaue Lebensdaten unbekannt
1809 Schulmeister in Groß Roge, ab1809 Organist in Altkalen (1859 50-jähriges Dienstjubiläum),
1862 Emeritierung,
baute 1831 die Orgel in Finkenthal (aus vorhandenem Material?).
Matthias DROPA, Hamburg und Lüneburg
stammte aus Siebenbürgen
gestorben 1732
Schüler von Arp Schnitger, nach 1692 Gründung der eigenen Werkstatt in Hamburg, 1705 Übersiedlung nach Lüneburg.
Dreilützow wird ihm zugeschrieben.
HERMANN EULE ORGELBAU, Bautzen
1872 Gründung des Betriebes
1972 bis 1990 volkseigen, 1990 wieder in Besitz der Nachfahren Eule.
Nach 1945 in Mecklenburg tätig, Umbauten, wenige Neubauten.
(Kühlungsborn, Lambrechtshagen)
FABER & GREVE GmbH, Salzhemmendorf
gegründet 1863 von Heinrich Faber
Ende des 19. Jh. Zuwendung zur Pneumatik,
F.K.Greve als Teilhaber
häufiger Bau von Multiplexorgeln
nach 1918 Trennung der Geschäftspartner
1926 wurden Fabers Söhne Firmeninhaber.
(Parchim-Marien)
Ulrich FAHLBERG, Eberswalde
geboren: 1939 Merseburg
Lehre bei Kühn Merseburg, Geselle bei Adam, Schuke und Lahmann
1965 Übernahme des Betriebes von Gerbig in Eberswalde, 2005(?) Verkauf des Betriebes.
Einige Reparaturen in Mecklenburg.
Anton FEITH, Paderborn
geboren: 1872 Köln
gestorben: 1929 Paderborn
Lehre bei Schlimbach in Würzburg, 1897 Selbständig in Köln-Ehrenfeld
1902 Übernahme der Werkstatt von Franz Eggert in Paderborn. 1929 Betriebsführung durch den Sohn Anton Feith. 1972 Verkauf des Betriebes an Siegfried Sauer in Ottbergen, 1977 Aufgabe des Paderborner Betriebsteiles.
Eine Orgel in Mecklenburg.
(Ludwigslust)
Matthias FRIESE, Kummerow
geboren: 1739 Liepen bei Jarmen
gestorben: 1786 Kummerow bei Malchin
Schulmeister, autododaktisch Orgelbauer
Wenige Orgelbauten sind bekannt.
(Zettemin)
Friedrich FRIESE, Parchim
genannt Friese (I)
geboren: 1765 Bassendorf
gestorben: 1833 Parchim
Sohn von Matthias Friese
Lehre: ?/ Organist,
Ab 1802 eigene Werkstatt in Parchim, 37 Orgelneubauten sind bekannt.
Friedrich FRIESE, Schwerin
genannt Friese (II)
geboren: 1792 Kummerow
gestorben: 1863 Schwerin
Neffe von Friese (I)
Lehre bei Friese (I)
Orgelbauer und 1823 Schloßorganist, 1825 Domorganist in Schwerin.
1833 Werkstattverlegung nach Schwerin.
Wenige Orgelneubauten, zahlreiche Gutachten.
(Dambeck b. Wismar, Groß Trebbow, Kirch Mummendorf, Redefin)
Friedrich Ludwig Theodor FRIESE, Schwerin
genannt Friese (III)
geboren: 1827 Schwerin
gestorben: 1896 Schwerin
Sohn von Friese (II)
ab 1843 Lehre bei Friese (II), Geselle bei Buchholz, Berlin,
arbeitete „mehrere Jahre“ bei Buchholz, Berlin und Cavaillé-Coll, Paris (Massmann).
1850 Bau der ersten eigenen Orgel in der väterlichen Werkstatt; 1856 Übernahme der Werkstatt.
Produktivster einheimischer Orgelbauer in der 2. Hälfte des 19. Jh.
Ca. 120 Orgelneubauten für Mecklenburg.
ALFRED FÜHRER ORGELBAU GMBH&CO. KG, Wilhelmshaven
1933 Gründung des Betriebes durch Alfred Führer, baute auschließlich mechanische Schleifladenorgeln. Nach dem Tod Führeres Übernahme durch die Witwe und den Neffen Fritz Schild. 2000 Übernahme durch Heiko Lorenz; 2003 Ende der Firma durch Insolvenz.
(Zernin)
Furtwängler & Hammer
Philipp Furtwängler (1800-1867), zunächst Uhrenmacher, erlernte in Süddeutschland den Orgelbau.
Erster Orgelneubau 1838. Die Söhne Wilhelm und Pius wurden 1854 bzw. 1862 Firmenteilhaber.
1883 Verlegung der Firma nach Hannover; Adolf Hammer (1854-1921) wird Teilhaber. Dessen Neffe Emil Hammer (1878-1958) übernahm die Firma, die seit 1938 unter dem Namen Emil Hammer
Orgelbau bis heute läuft.
(Lassahn)
Konrad GEISSLER, Eilenburg
geboren: 1825 Eilenburg
gestorben: 1897 Eilenburg
Lehre bei Ludwig Weineck, Eilenburg; Geselle bei Mende in Leipzig, Ullmann in Wien, Maerz in München,
1851 bei Walcker in Ludwigsburg, 1852 eigene Werkstatt in Eilenburg.
Eine Orgelumsetzung nach Mecklenburg.
(Pogreß)
Samuel GERCKE, Güstrow
Ende 17. Jh.
Organist und Orgelbauer
Wenige Arbeiten bekannt, darunter als Krönung die Orgel in Basedow, gemeinsam mit seinem Schwiegervater Heinrich Herbst, Hildesheim.
(Basedow)
Johann Engelbrecht GERHARDT, Rostock
gestorben: vor 1718
1689 Übersiedlung von Greifswald nach Rostock
Organist und Orgelbauer, Organist an St. Petri in Rostock.
Wirkungszeit nachweisbar 1689 bis 1715.
(Groß Upahl?, Hohen Sprenz, Recknitz, Russow)
Ludwig GLÖCKNER, Berlin
geboren: 1909
gestorben: um 1977
1947-1977 Orgelbauer in Berlin,
1977 Übernahme der Werkstatt durch Axel Stüber.
(Eichhorst, Marlow-kath., Raden- kath., Stavenhagen-kath., Weitin)
GROSS & SOLDAN, Waditz b. Bautzen
Ekkehard Groß
geboren: 1959
Lehre bei Eule, Bautzen
1990 eigene Firma, 1992 Johannes Soldan Teilhaber
Restaurierungen auch in Mecklenburg.
Karl Barnim Theodor GRÜNEBERG, Stettin
geboren: 1828 Stettin
gestorben: 1907 Stettin
in vierter Generation Orgelbauer
Lehre 1843-47 bei Carl August Buchholz, Berlin
1854 Neugründung der Werkstatt “Orgelbauanstalt B. Grüneberg Stettin”; 1905 Übergabe an den Sohn Felix.
Zahlreiche Neubauten, besonders in Mecklenburg-Strelitz.
Felix GRÜNEBERG, Finkenwalde bei Stettin
geboren: 1876 Stettin
gestorben: 1945 Salzgitter
ab 1905 Inhaber der Stettiner Firma, die er 1906 nach Finkenwalde verlegt. Baut in großer Stückzahl Orgeln, innerhalb Mecklenburgs vor allem in Mecklenburg-Strelitz.
Barnim II GRÜNEBERG, Greifswald
Ururenkel des Firmengründers
geboren: 1914 Stettin
gestorben: 1963 München
Nach 1945 Wiederinbetriebnahme der Firma auf DDR-Gebiet, Reparaturen auch in Mecklenburg.
HAMMER, Hannover
hervorgegangen aus der Firma P. Furtwängler & Hammer, 1883 Hannover; heute im Besitz von Nachfahren.
Wenige Reparaturen, ein Orgelneubau in Mecklenburg nach 1990.
(Möllenhagen)
Hans HANTELMANN, Lübeck
geboren: 1655
gestorben: 1735
Lehre bei Arp Schnitger
1707 Herzogliches Orgelbauerprivileg für Mecklenburg
Wenige Orgelneubauten für Mecklenburg.
(Cammin b. Laage, Groß Eichsen,
Heinrich HERBST, Hildesheim
geboren: um 1620 in Salzderhelden
gestorben: 1687
Einzige Arbeit in Mecklenburg ist die Orgel in Basedow 1680-83, gemeinsam mit seinem Schwiegersohn Gercke aus Güstrow.
Heinz HOFFMANN, Hamburg
geboren: 1935
nach der Lehre trat er 1960 bei Franz Grollmann ein und übernahm 1977 dessen Betrieb.
Nach 1990 Reparaturen in Mecklenburg.
(Kraak, Muchow, Roggendorf)
Friedrich Wilhelm HOLLAND, Schmiedefeld/Rennsteig
(1804-1879), in dritter Generation Orgelbauer,
lieferte fertige Orgeln, von denen auch mehrere in Mecklenburg aufgestellt wurden.
(Kratzeburg, Mollenstorf)
Reinhard HÜFKEN, Halberstadt
geboren: 1951 Tangermünde
Lehre bei A. Schuke, Potsdam, 1978 eigene Firma “Halberstädter Orgelbau”.
Zwei Restaurierungen in Mecklenburg nach 1990.
Julius JAISER, Stralsund
Lebensdaten unbekannt
Wirkungszeit nach 1900 bis nach 1925
Ein Orgelneubau in Mecklenburg.
(Penzlin)
JEHMLICH, Dresden
Die 1808 gegründete Werkstatt befindet sich in fünfter Generation im Familienbesitz.
Vor 1900 nur ein Orgelneubau in Mecklenburg (Wolde - zerstört).
Nach 1950 mehrere Neubauten und Umbauten. Nach 1990einige Restaurierungen.
KAMPHERM UND STEINECKE, Verl
Nach 1990 zwei Orgelrestaurierungen in Mecklenburg.
KEMPER, Lübeck
1868 Eröffnung der Werkstatt durch Emanuel Kemper, nach der dritten Generation erlosch die Firma 1981, wurde als Lübecker Orgelbau GmbH neueröffnet. Im 20. Jh. einzelne Neubauten in Westmecklenburg.
Nach 1990 Übernahme gebrauchter Orgeln nach Mecklenburg.
(Bützow- katholisch, Dobbertin-Altarraum, Gresse, Schwaan-katholisch, Stralendorf, Rostock-Biestow: Familie Kiss, Zweedorf)
Christian Heinrich KERSTEN, Rostock
geboren: 1732 oder 1733 Rostock?
gestorben: 1799 Rostock
Wirkungszeit etwa zwischen 1766 und 1798 nachweisbar.
(Bad Sülze, Belitz)
Albert und Herrmann KIENSCHERF, Eberswalde
Albert (1859-1928 und Herrmann (1852-1912) übernahmen die Werkstatt 1890 von ihrem Vater Friedrich Kienscherf (1818-1890). 1928 übernahm der Mitarbeiter Karl Gerbig (1888-1971) die Werkstatt, die ab 1965 von Ulrich Fahlberg geführt wurde.
Ein Orgelneubau für Mecklenburg.
(Gischow)
Henk KLOP, Garderen (NL)
Werkstattgründung 1966 durch Gerrit C. Klop, seit 1995 unter Führung von Henk Klop (siehe 23. Tage alter Musik Herne, S. 20). Mehrere Truhenorgeln in Mecklenburg.
(Rostock-Universitätskirche, Schwerin-Schloßkirche, Waren-St. Georgen)
Henning KRÖGER, Güstrow, Wismar
Lebensdaten unbekannt
1611 Übersiedlung von Güstrow nach Wismar
Mehrere Neubauten für Mecklenburg; bis auf Gehäuseteile in Wismar, St. Nicolai vermutlich kein weiterer Bestand.
KÜHN, Merseburg
Aus einer thüringischen Firma in Schmiedefeld ging die 1935 von Schleusingen nach Merseburg verlegte Werkstatt hervor, die zuletzt von Gerhard Kühn (geboren 1926) geführt wurde.
Mehrere Umbauten und Reparaturen in Mecklenburg.
(Lübtheen, Gemeindesaal)
Johann Friedrich LADEGAST, Weißenfels
geboren 1818 Hochhermsdorf b. Rochlitz/Sa.
gestorben: 1905 Weißenfels
Lehre ab 1832 beim Bruder Christlieb Ladegast in Geringswalde
1838 erstes Instrument für Tanneberg, anschließend Wanderschaft, eventuell Arbeit bei Cavaillé-Coll in Paris,
1846 eigene Werkstatt in Weißenfels.
1871 Fertigstellung seines größten Werkes für den Dom Schwerin.
Ladegast gehörte eine Zeit lang zu den führenden Orgelbaufirmen der Welt
Lieferung von Orgeln bis nach Afrika, Amerika, Südeuropa, Rußland, in das Baltikumin
1898 Übergabe der Firma an den Sohn Friedrich Oscar.
(Schwerin-Dom, Parum)
Carl Ernst LAUE, Neustrelitz
geboren: 1790 Neubrandenburg
gestorben: 1860 Neustrelitz
1818 Hofmusiker, Notenschreiber in Neustrelitz.
Aufbau von kleinen zugelieferten Orgeln des Orgelbauers Holland aus Schmiedefeld/Thür.
Christian LOBBACK, Neuendeich b. Hamburg
geboren: 1938
Lehre und Tätigkeit bei Kemper, Walcker, Kleuker
1964 eigene Werkstatt
Einige Reparaturen nach 1990 in Mecklenburg.
Friedrich LÖBLING, Erfurt
Schüler von Rühlmann (Zörbig), begannn 1947 mit eigener Werkstatt. Hauptsächlich Bau von Kleinorgeln.
Einige Kleinorgeln und Reparaturen in Mecklenburg.
(Fürstenberg-kath., Kröpelin-kath., Neukloster-kath., Sternberg-kath., Warin-kath.)
Heiko LORENZ, Wilhelmshaven
geboren: 1959
Lehre und Geselle bei Orgelbau Voigt (Bad Liebenwerda), nach 1990 Geselle bei Führer (Wilhelmshaven);
übernahm im Jahr 2000 die Firma Führer in Wilhelmshaven, 2003 Firmeninsolvenz. Gründete den Betrieb 2004 unter dem Namen Heiko Lorenz Orgelbau GmbH neu.
Bau einer Truhenorgel für Rostock, Heiligen-Geist.
Karl LÖTZERICH, Krawinkel (Hessen)
geboren: 1932 Ippinghausen
gestorben: um 1995
Nach 1990 in Mecklenburg tätig.
(Jesendorf, Stuer)
Paul LÜDEMANN, Güstrow
geboren: um 1572
Wirkungszeit zwischen 1607 und 1633 bekannt.
Friedrich Hermann LÜTKEMÜLLER, Wittstock
geboren: 1815 Papenbruch bei Wittstock
gestorben: 1897 Wittstock
Wirkungszeit: 1844-1897
Lehre bei Turley in Treuenbrietzen, Wanderschaft, 1835-1843 Geselle bei Walcker in Ludwigsburg.
1844 Gründung der Werkstatt in Wittstock.
Zahlreiche Orgelneubauten für Mecklenburg.
Ernst Julius MARX, Berlin
geboren: 1728 Ballenstedt/Sa.-Anhalt
gestorben: 1799 Berlin
Lehre vielleicht bei J. Peter Migend, Berlin und kurze Zeit bei Joachim Wagner, Berlin.
Einzige große Arbeit in Mecklenburg 1791-93 Orgelneubau Rostock, St. Marien.
Friedrich Emanuel MARX, Berlin
geboren: 1767 Berlin
gestorben: 1826 Berlin
Lehre beim Vater anzunehmen
Einzige Arbeit in Mecklenburg gemeinsam mit seinem Vater der Orgelneubau in der Marienkirche.
Rostock 1791-93
Hugo MAYER, Heusweiler (Saar)
Gegründet durch Hugo Mayer (1912-1980), seit 1974 Leitung durch den Sohn Gerd Mayer (geb. 1941).
Eine Orgelumsetzung nach Mecklenburg.
(Russow, privat)
Mecklenburger Orgelbau Wolfgang Nußbücker
siehe Wolfgang Nußbücker und Andreas Arnold
Friedrich Albert Daniel MEHMEL, Stralsund
geboren: 1827 Allstedt/Thüringen
gestorben: 1888
Wirkungszeit: 1856-1888
Lehre in Thüringen, u.a. bei Schulze (Paulinzella) und Ladegast (Weißenfels);
Heirat der Witwe des Orgelbauers Ferner in Stralsund; 1858 Übernahme der Werkstatt Fernau;
1873 Zweigstelle in Wismar (Werkstattübernahme von Fr. W. Winzer).
Etwa 15 Neubauten in Mecklenburg-Schwerin.
Paul MEHMEL, Stralsund
geboren: 1868 Stralsund
gestorben: 1894 Stralsund
Sohn von Fr. A. Mehmel
Johann Gottlob MENDE, Leipzig
geboren: 1787 Siebenlehn/Sa.
gestorben: 1850 Leipzig
Lehre: von Knoblauch in Halle?
seit 1811 Tätigkeit bei von Knoblauch, um 1820 eigene Werkstatt in Leipzig.
Keine Orgelbautätigkeit in Mecklenburg, 1982 Umsetzung einer Mende-Orgel nach Mecklenburg.
(Wismar-St. Nikolai)
Johann Michael MENGER, Paulinzella
Geboren: um 1802
Gestorben: 1880 in Paulinzella als Orgelbauer und Gasthofbesitzer
Lehre bei Johann Friedrich Schulze; arbeitet vielleicht im Auftrag Schulzes, aber auch teilweise selbständig.
(Eldena)
Friedrich MENGER
Bruder des vorigen
August NEUBURGER, Schwerin/Paris Geboren: 1820 Schwerin Gestorben: 1885 Paris wächst als Halbwaise auf, ab etwa 1835 Handwerkslehrling, ab unbekanntem Zeitpunkt bei Friese (II);
führt 1840 mehrere umfangreiche Reparaturen im Auftrag Frieses aus;
bis März 1841 bei Friese (II), dann wahrscheinlich Wechsel zu Winzer (Wismar), von da aus u.a.
1841 Arbeit an der Orgel in Weitendorf und 1842 Mitarbeit in Rostock, St. Marien;
Herbst 1844 angestellt bei Bätz/Witte (Utrecht);
1845-48 bei Cavaillé-Coll (Paris), 1848 tätig für ? in Namur, dann ab etwa 1850 ständig bei Cavaillé-Coll, wird schließlich dessen Werkführer
Rudolf NEUTHOR, Kiel
geboren: 1933
1975 eigene Werkstatt
Übernahme der Firma durch Thomas Neuthor
Wenige Reparaturen nach 1990 in Mecklenburg.
Leopold NITSCHMANN, Schwerin
geboren: 1895
Er erwarb 1945 die Werkstatt von Marcus Runge in Schwerin, reparierte Orgeln, ersetzte in zahlreichen Instrumenten die fehlenden Prospektpfeifen durch Zinkpfeifen.
Friedrich August NOEBE, Güstrow
aus Bayern
gestorben zwischen 1830 und 1836
Wirkungszeit in Mecklenburg ab etwa 1820.
(Hohenzieritz)
Carl Heinrich Friederich Franz NOEBE, Güstrow
geboren: 1800 Kasendorf (Bayern)
gestorben: 1866 Güstrow (Domorganist und Orgelbauer)
Sohn von Friedrich August Noebe
Lehre als Orgelbauer beim Vater
Musiklehrer in Güstrow, 1828 Berufung zum Domorganisten,
Erhält am 3. Nov. 1841 das Großherzogliche Orgelbauerprivileg für Mecklenburg-Schwerin, führt viele Reparaturen, Umbauten aber auch einige Neubauten aus.
(Chemnitz, Hohen Sprenz)
Wolfgang NUSSBÜCKER, Plau
geboren: 1936 Nordhausen
Lehre bei Löbling, Erfurt und Geselle bei Heinze, Stadtilm
1968 Gründung einer Werkstatt in Plau.
Viele Neubauten, aber auch Umbauten mecklenburgischer Orgeln.
1999 Übernahme der Werkstatt durch seinen Schwiegersohn Andreas Arnold.
Paul OTT, Göttingen
Geboren: 1903 Oberteuringen, Orgelbaulehre bei Steinmeyer (Oettingen), 1930 Selbständig in Göttingen. Nach 1950 Eintritt des Sohnes Dieter Ott (geboren 1934) in die Werkstatt.
Nach 1990 Übernahme einer gebrauchten Orgeln nach Mecklenburg.
(Marlow)
Carl PETERS, Neustrelitz
geboren: ?
gestorben: ?
Wirkungszeit: erwähnt zwischen 1865 und 1884.
Wahrscheinlich nicht Orgelbauer, sondern Instrumentenbauer.
Wenige Arbeiten in Mecklenburg, ein Orgelneubau bekannt.
(Strasen)
August Friedrich Ludwig QUOSIG, Rostock
Tätigkeiten nachweisbar 1839/40
(Marlow)
Heinrich RASCHE, Rostock/Doberan
geboren: 1794
gestorben: 1874
Wirkungszeit: vermutlich zwischen 1839 und um 1852
Lehre bei Joachim Wilhelm Geycke, Hamburg, zunächst auch in Hamburg tätig.
Übersiedlung um 1834 nach Rostock, 1838 mecklenburgisches Orgelbauerprivileg, Konkurs 1843, 1848, Übersiedlung nach Doberan, neben seiner Orgelbautätigkeit auch als Sachverständiger tätig (u.a. Gutachten zum Neubau in Sietow 1866); bot mehrmals ältere Orgeln aus dem Hamburger Raum zum Verkauf, wenige Orgelneubauten sind bekannt.
(Bentwisch, Blankenhagen, Kessin, Kirch Rosin, Levin, Ribnitz-Klosterkirche)
Hubert REBMANN, Rottenburg/Neckar
Geboren: 1951, selbständig seit 1981
Gebrauchte Truhenorgel nach Mecklenburg.
(Vorbeck bei Pinnow)
Peter REICHMANN, Braunschweig
geboren 1931 Hamburg
Lehre bei Rother in Hamburg bis 1954, anschließend bei Kemper, Führer, in Dänemark und USA.
1971 Meisterprüfung, Übernahme der Werkstatt von Weißenborn in Braunschweig, Neuansiedlung in Bevenrode.
1997 bis 2007 wohnhaft in Seewalde.
(Grevesmühlen, Seewalde)
Wilhelm REMLER sen., Berlin
geboren: 1824 Lübben
gestorben: 1896 Berlin
Nach der Tischlerlehre erwarb er umfassende Kenntnisse als Orgelbauer „in der Fremde“, sein Wirken ist ab 1851 in Berlin nachweisbar.
1880 Sohn Wilhelm Remler jun. Mitteilhaber des Geschäftes
Zwei Orgelneubauten für Mecklenburg nachweisbar.
(Schlieffenberg, Basse)
Jochim RICHBORN, Hamburg
geboren: in Hamburg
gestorben: 1684
vermutet wird, dass er bei Friedrich Stellwagen lernte und die Werkstatt von Gottfried Fritzsche übernahm. Er verstarb während des Baues einer Orgel in Elmshorn, die durch Arp Schnitger fertig gestellt wurde.
In Mecklenburg ein Neubau(-Angebot?) in Grevesmühlen, ein Positiv (für das Schloss in Bützow?), das in Ruchow erhalten ist.
Johann Michael RÖDER, Berlin
geboren: um 1670
gestorben: um 1750
Wirkungszeit nachweisbar zwischen 1708 und 1745
Tischler bei Arp Schnitger in Hamburg, anschließend 1706-1708 bei Schnitger Orgelbauerlehre.
Keine Arbeiten in Mecklenburg, 1830 Umsetzung einer Röder-Orgel nach Mecklenburg.
(Wesenberg)
Paul ROTHER, Hamburg
geboren: 1871 Schweidnitz
gestorben: 1960 Hamburg
Lehre bei Schlag & Söhne, Schweidnitz, 1899 Übernahme des Hamburger Orgelbaubetriebes Wolfsteller.
1919 einziger Neubau für Mecklenburg.
(Zehna)
Johann Heinrich RUNGE, Hagenow
geboren: 1811 Hagenow
gestorben: 1885 Hagenow
Lehre als Tischler bei seinem Vater
Orgelbauerlehre bei Schulze, Paulinzella? 1841 Bau des Meisterstückes (Orgel in Klinken).
Zahlreiche Orgelneubauten im Westen Mecklenburgs, außerdem Bau von Orgelgehäusen für andere Auftraggeber.
Marcus RUNGE, Schwerin
geboren: 1865 Hagenow
gestorben: 1945 Schwerin
Wirkungszeit: 1897 bis nach 1940
Lehre bei seinem Vater J.H. Runge bis 1885
Gehilfe bei Wilhelm Sauer (Frankfurt/O.), 1893-94 Gehilfe bei Friedrich Friese (Schwerin), 1894-96 Gehilfe bei Ladegast (Weißenfels), 1896 Übernahme der Werkstatt von Friese (III) in Schwerin. Baut zunächst in dessen Tradition (Gehäusegestaltung, Baudetails), aber pneumatische Orgeln, zahlreich für Mecklenburg.
Ernst SAUER, Friedland
geboren: 1799 Karlsburg bei Anklam
gestorben: 1873 Friedland
Schmied in Schönebeck bei Friedland, baute autodidaktisch 1835 eine Orgel für Schönebeck,
daraufhin Stipendium des Herzogs für eine Orgelbauausbildung, ½ Jahr Mitarbeit bei Ratzmann, Ohrdruf (Thür.).
1838 eigene Werkstatt in Friedland, Zweigbetrieb in Deutsch Krone (Westpreußen). 1855 Bau der ersten Orgel mit Kegelwindlade in Mecklenburg.
Zahlreiche Orgelneubauten, besonders für Mecklenburg-Strelitz und Westpreußen.
Siegfried SAUER, Ottbergen
geboren: 1941 Langenöls
Lehre bei Kreienbrink, Osnabrück, eigener Betrieb in Höxter, später in Ottbergen, 1973 Übernahme der Firma Feith in Paderborn.
Nach 1990 Übernahme gebrauchter Orgeln nach Mecklenburg.
(Rostock-Evershagen: Th. Morus-kath., Wittenburg-kath.)
Wilhelm SAUER, Frankfurt/Oder
geboren: 1831 Schönebeck bei Friedland
gestorben: 1916 Frankfurt/Oder
Sohn von Ernst Sauer
Lehre beim Vater ist anzunehmen, eine Wanderschaft bis nach England, Schweiz und Frankreich ist zeitlich schwer einzuordnen. 1848 frühester Hinweis auf Mitarbeit in der väterlichen Werkstatt (Orgel Fürstenberg).
Um 1852 Meisterprüfung, Leitung der väterlichen Zweigwerkstatt in Deutsch Krone (Hinterpommern) und gemeinsame Projekte mit dem Vater in Mecklenburg. 1857 eigene Werkstatt in Frankfurt/Oder.
Wird zum führenden Orgelbauer Deutschlands gegen Ende des 19. Jh. mit dem Bau hervorragender pneumatischer Orgeln.
Einige Orgelneubauten für Mecklenburg.
W. SAUER ORGELBAU, Frankfurt/Oder
1910 kauft Paul Walcker, Ludwigsburg, die Wilhelm-Sauer-Werkstatt
1972 volkseigener Betrieb, 1990 Eigentum von Walcker-Mayer, Ludwigsburg
2000 nach Insolvenz Neugründung als „W. Sauer Orgelbau Frankfurt (Oder) GmbH“.
Zahlreiche Orgeln, besonders nach 1945 Orgelpositive für Mecklenburg.
Christian SCHEFFLER, Sieversdorf
geboren: 1954
Lehre bei Firma Sauer, Frankfurt/Oder
1990 eigene Restaurierungswerkstatt in Sieversdorf
Zahlreiche Restaurierungen in Mecklenburg.
SCHLAG & SÖHNE, Schweidnitz/Schlesien
1834 bis 1923 bestehender Betrieb in Schweidnitz
Wenige Orgelneubauten für Mecklenburg.
(Diemitz, Eickelberg, Lärz)
SCHMEISSER, Rochlitz
1844 bis 1975
Nach 1945 Orgelneubau, einige Reparaturen und Umbauten in Mecklenburg.
(Bad Doberan: Gemeindehaus, Ribnitz-Stadtkirche: Winterkirche)
Gerhard SCHMID, Kaufbeuren
geboren: 1925
1955 eigene Werkstatt
Nach 1980 Reparaturen einiger Orgeln in Mecklenburg.
Eine Orgelumsetzung nach Mecklenburg.
(Rostock- Nicolai)
Johann Jochen Michel SCHMIDT, Malchin
geboren: 1764 Malchin
gestorben: 1842
Lehre bei Paul Schmidt, kurze Mitarbeit bei Stein im Dom Schwerin,
stellte die letzte Orgel des Rostocker Paul Schmidt in Bülow b. Teterow fertig.
(Gielow, Groß Tessin, Röbel-St. Marien, Waren-St. Marien)
Johann Christian SCHMIDT, Malchin
geboren: 1801 Malchin
gestorben: 1863 Malchin
Sohn von Johann Jochen Schmidt
Lehre: unbekannt
Noch können die Arbeiten von ihm und seinem Vater nicht im jedem Fall differenziert werden.
Johann-Gottfried SCHMIDT, Rostock
geboren: 1971
Nach der Tischlerlehre 1988-1990 Lehre im Cembalobau bei seinem Vater Martin-Christian Schmidt 1991- 1994,
1995- 2000 Orgelbauerlehre und anschließende Tätigkeit in der Orgelwerkstatt Scheffler (Sieversdorf). 2003 Übernahme der väterlichen Werkstatt in Rostock.
Johann Jochen SCHMIDT, Malchin
geboren 1798 Malchin
gestorben: 1844 Malchin
Sohn von Johann Jochen Schmidt
Bruder von J. Christian
Tischlergeselle und Orgelbaugehilfe; über eigenständiges Arbeiten ist nichts bekannt.
Martin-Christian SCHMIDT, Rostock
geboren: 1946
gestorben: 2000
Lehre als Cembalobauer
Nach 1990 einige Orgelrestaurierungen,
2000 Übernahme des Betriebes durch den Sohn Gottfried Schmidt.
Einige Reparaturen und Restaurierungen in Mecklenburg.
Paul Arnd SCHMIDT, Rostock
geboren: 1715 oder 1716 Rostock?
gestorben: 1798 Ludwigslust
Wirkungszeit nachweisbar 1743 - 1790
Lehre bei Caspar Sperling, Rostock
Aktivster Orgelbauer in der 2. Hälfte des 18. Jh. in Mecklenburg-Schwerin, behutsamer Umgang mit der Formulierung “bedeutendster mecklenburgischer Orgelbauer des 18. Jh.” ist geboten,
Zahlreiche Neubauten für Mecklenburg
Arp SCHNITGER, Hamburg
geboren: 1648 Schmalenfleth
gestorben: 1719 Neuenfelde
bedeutendster Orgelbauer seiner Zeit in Norddeutschland.
Sein einziger Neubau für Mecklenburg in Dargun wird 1945 Opfer der letzten Kriegstage;
im 19. Jh. Umsetzung einer Schnitger-Orgel nach Mecklenburg.
(Blankenhagen)
Tobias SCHRAMM, Thomsdorf
Lehre bei Sauer (Frankfurt/Oder)
Geselle bei Christian Scheffler
Selbständig in Thomsdorf (Uckermark)
Nach 1990 Restaurierungen in Mecklenburg.
Alexander SCHUKE, Potsdam
1894 Gründung der Firma durch Alexander Schuke
Nach 1945 unter Leitung von Hans-Joachim Schuke (1908-79), 1972-1990 volkseigen, 1976-90 Leitung durch Max Thiel und seit 1990 wieder in Familienbesitz (Matthias Schuke). 2004 Ansiedlung in Werder bei Potsdam. Neubauten, Erneuerungen und Restaurierungen mecklenburgischer Orgeln.
Johann Friedrich SCHULZE, Paulinzella
geboren: 1793 Milbitz
gestorben: 1858 Paulinzella
Lehre bei J. Benjamin Witzmann in Stadtilm
1815 eigene Werkstatt in Milbitz, ab 1825 in Paulinzella
Bedeutender Orgelbauer über Thüringen hinaus.
Einige Orgelneubauten für Mecklenburg.
Nach dem Tod der Söhne nach 1880 Ende des Betriebes.
Guido SCHUMACHER, Belgien
1997 Bau einer Orgel für die Hochschule für Musik und Theater in Rostock.
Ahasverus SCHÜTZE, Minden
Schüler von Friedrich Stellwagen
1676 Umbau der Schloßkirchenorgel Schwerin, die verändert 1846 durch Friese (II) in Redefin aufgestellt wurde.
Julius Ludwig Ernst Wilhelm SCHWARZ, Rostock
geboren: 1862 Rostock
gestorben: nach 1900
Ca. 1876-1880 Lehre bei Friedrich A. Mehmel, Stralsund/Wismar
Wanderjahre 1880-86 (Ibach, Barmen; 1883/84 Kreuzbach, Borna; 1886 Köln)
1887 eigene Werkstatt in Rostock,
Schwarz baut in Mecklenburg als Erster pneumatisch gesteuerte Orgeln. Einzelne Neubauten in die Lausitz und nach 1885 nach Norwegen. Bis 1900 ca. 35 Orgelneubauten. 1900 Konkurs der Rostocker Firma, die in das Geschäft von C. Börger eingeht. Anschließend ist Schwarz Geschäftsführer von Noreg Orgelfabriken, Sandnes (Norwegen).
SEIFERT & SOHN, Kevelaer
hervorgegangen aus dem 1885 in Köln gegründeten Seifertschen Betrieb, heute in Kevelaer ansässig
Nach 1990 Erwerb einer gebrauchten Orgel für Mecklenburg.
(Altkalen)
Johannes SOLDAN, Hohendubrau/Lausitz
Lehre bei Firma Eule (Bautzen), Firmengründung nach 2000
Ein Neubau in Mecklenburg
(Wismar St. Nikolai)
Caspar SPERLING, Rostock
aus Quedlinburg, um 1700 in Rostock seßhaft.
Wirkungszeit in Mecklenburg sicher nachweisbar 1706 bis 1735.
Johann Georg (Hans) STEHLE, Haigerloch-Bittelbronn
Geboren: 1946
erlernte von 1961 – 1964 das Orgelbauhandwerk im väterlichen Betrieb, der auf eine Gründung der Brüder Johann und Josef Stehle 1894 in Bittelbronn zurückgeht.
1967 – 1968 Tätigkeit bei der Firma Rensch in Lauffen a. N., 1974 Meisterprüfung. 1975 Übernahme des Betriebes aus der Hand des Onkels Sebastian, 1980 Umwandlung in die Firma Stehle-Orgelbau GmbH.
2010 Übergabe der Firma an den langjährigen Mitarbeiter Markus Hilbel.
Ein Orgeltransfer nach Mecklenburg. (Neverin)
Johann Georg STEIN (d.Ä.), Lüneburg
geboren: 1712 Berlstedt (Thür.)
gestorben: 1785 Lüneburg
Lehre in Erfurt
Erster Orgelneubau 1752-54 in Uelzen, 1758 Lüneburger Orgelbauprivileg in Nachfolge Hagelsteins.
Neben der Orgel in Trebel (Niedersachsen) blieb nur die Orgeln in Warlitz (um 1768) erhalten.
(Warlitz)
Johann Georg STEIN (d.J.), Lüneburg
geboren: 1751 Lüneburg
gestorben: um 1796 Lüneburg
Arbeitete bis 1778 bei Ernst Marx, Stralsund; führte nach 1785 die väterliche Werkstatt fort, konnte den begonnenen Schweriner Domorgelneubau wegen schwerer Krankheit nicht vollenden.
Jörg STEGMÜLLER, Wilhelmshorst / Michendorf
geboren: 1964 Brauschweig
Lehre bei Gerhard Schmid (Kaufbeuren) von 1986-1990
Meisterprüfung 1999
Mitarbeit bei Gerhard Schmid (Kaufbeuren), Franz Xaver Lang (Irsee) und der Berliner
Orgelbauwerkstatt Karl Schuke
Selbständig seit 2001 und 2005 Werkstattneubau in Wilhelmshorst / Michendorf
Nach 1990 einige Orgelrestaurierungen in Mecklenburg.
STEINMEYER, Oettingen
1847 gegründet, noch immer in Oettingen ansässig.
Nach 1990 Erwerb einer gebrauchten Orgel für Mecklenburg.
(Zierzow b. Ludwigslust)
GEBRÜDER STOCKMANN, Werl (Westf.)
1889 gegründet
Nach 1990 Erwerb einer gebrauchten Orgel für Mecklenburg.
(Plau, katholisch)
Axel STÜBER, Berlin
Lehre bei Nußbücker, Plau
Zahlreiche Reparaturen und Umbauten mecklenburgischer Orgeln etwa zwischen 1975 und 1990.
Eberhard TOLLE, Preetz
geboren: 1905 Zürich (Urenkel von E. Fr. Walcker)
gestorben: 1973 Preetz
Nach 1945 Gründung einer Werkstatt in Kiel, ab etwa 1956 bis 1975 in Preetz. 1975 Übernahme durch Rudolf Neuthor, Kiel.
Nach 1990 Erwerb einer gebrauchten Orgel für Mecklenburg.
(Sternberg)
Jost
Truthmann, Frankfurt (Oder)
Lehre und Gesellenjahren bei Orgelbau W. Sauer (Frankfurt/Oder), langjährige
Mitarbeit in der Orgelwerkstatt Christian Scheffler (Sieversdorf). 2002 Gründung
der eigenen Werkstatt
(Neustrelitz)
Leon VERSCHUEREN, Heythuysen (NL)
Traditionelle Orgelbauwerkstatt in den Niederlanden.
Nach 1990 Erwerb einer gebrauchten Orgel für Mecklenburg.
(Mestlin)
Christoph Erdmann VOGEL, Lübeck
Schüler von Hans Hantelmann in Lübeck
1737 Arbeiten in der Nicolaikirche Wismar, dabei Neubau des Rückpositives;
bis 1761 Reparaturarbeiten in Grabow, Dömitz und Schwerin (Dom) bekannt.
VOIGT, Bad Liebenwerda
“Mitteldeutsche Orgelbauanstalt A. Voigt”
1905 Gründung der Firma durch Arno Voigt, heute im Besitz der Brüder Voigt.
Mehrere Reparaturen, wenige Orgelneubauten für Mecklenburg.
(Dambeck b. Parchim, Klink, Neubukow-Gemeindesaal, Warnemünde)
WALCKER, Ludwigsburg
1820 Gründung des Ludwigsburger Betriebes durch
Eberhard Friedrich Walcker (1794-1872), der die Firma zu bedeutendem Ruhm brachte.
Nach 1854 kommen nach und nach fünf Söhne in das Geschäft, der Firmenname lautet E. F. Walcker & Cie.
1910 zusätzlich Übernahme der Firma Sauer in Frankfurt/Oder.
In Mecklenburg vor 1900 Neubau in Röckwitz (jetzt Vorpommern) und Groß Lukow (zerstört), nach 1900 einzelne große pneumatische Orgelneubauten.
Nach 1990 Erwerb einer gebrauchten Orgel für Mecklenburg.
(Rostock: Heiligen-Geist, Sternberg, Schwerin-Theater: Konzertsaal)
Robert WALTER (Sen.), Friedland
geboren: 1851 Friedland
gestorben: 1929 Friedland
Reparaturen, Orgelpflege im Strelitzer Land; nur eine Orgel (Trollenhagen) als Werk (Umbau) Walters ausgewiesen; 1894 Reparaturarbeit in Penzlin.
Robert WALTER (Jun.), Friedland
geboren: 1888 Friedland
gestorben: 1934 Friedland
Mitarbeit beim Vater; nach 1918 Eröffnung eines Geschäftes zum Vertrieb und Reparatur von Musikinstrumenten in Friedland.
Keine Orgelneubauten bekannt.
Kristian WEGSCHEIDER, Dresden
geboren: 1954 Ahrenshoop
Lehre bei Firma Jehmlich, Dresden
1989 eigene Restaurierungswerkstatt in Dresden
Zahlreiche Restaurierungen, ein Orgelneubau in Mecklenburg.
(Güstrow-Dom: Winterkirche)
Friedrich Wilhelm WINZER, Wismar
geboren: 1811 Mellenbach (Thür.)
gestorben: 1886 Wismar
Lehre bei J. Fr. Schulze, Paulinzella
ab1840 in Mecklenburg tätig
1841 eigene Werkstatt in Wismar
1873 Übergabe der Werkstatt an Friedrich Albert Mehmel (Stralsund)
Zahlreiche Orgelneubauten und Umbauten in Mecklenburg.
H. WITTIG, Berlin
Herkunft und Lebensdaten unbekannt
Drei Orgeln aus den Jahren 1860 -75 sind nur bekannt, eine davon in Mecklenburg-Strelitz.
(Göhren)
Johann Gottlieb WOLFSTELLER, Hamburg
geboren: 1794 Rakith b. Wittenberg
gestorben: 1867 Hamburg
1833 Übernahme der Werkstatt des Schwiegervaters J. W. Geycke
Drei Orgeln (z. T. spätere Umsetzungen) in Mecklenburg.
(Groß Raden, Pokrent, Varchentin)
Rainer WOLTER, Zörbig
geboren: 1948
1972-75 Lehre bei Sauer, Frankfurt/O., bis 1984 Geselle bei Jehmlich (Dresden); anschließend Anstellung bei weiteren Orgelbaufirmen. 1991 Gründung der eigenen Werkstatt in Hamburg, 1995 Werkstatt auf Rügen, 2006 Werkstatt in Zörbig.
Wiederherstellungen und Reparaturen in Mecklenburg.
Ludwig ZEITZ, Neubrandenburg
2. Hälfte 19. Jahrhundert,
Wird als Orgelpfleger genannt; 1848 urkundlich Geselle Ernst Sauers.
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