Klostern Malchow (c) M.Wünsch

Boddin, evangelische Dorfkirche

Friedrich Friese (III), 1870

I/P/10

 

Orgel in Boddin

 

Standort: Westempore


Beschreibung: Barocke Prospektfront mit zwei spitzen Seitentürmen, rundem Mittelturm, dazwischen je zwei übereinanderliegende zur Mitte ansteigende Zwischenfelder.

Wellenbrett der Vorgängerorgel mit Pedaltastendurchgängen erhalten (Umfang C.D-c1).

Frieses Orgel mit linksseitigem Spieltisch, zu beiden Seiten der Klaviatur die Registerzüge. Typischer technischer Aufbau: am Boden die Tontraktur für das Pedal, darüber der Magazinbalg, darüber der horizontale Wellenrahmen für die Manualtraktur, darüber die Manualwindlade (C-/ Cis-Seite).

Baugeschichte: Erbauer der Barockorgel von 1739 ist unbekannt. Auffallend sind die Ähnlichkeiten der Prospekte in Boddin und in Ivenack (Neubau nach 1712). Veränderungen während des 19. Jahrhunderts sind nicht detailliert bekannt, aber zu vermuten. Friese baut für seine Disposition die Holzpfeifen, verwendet für die Metallpfeifen ausschließlich Material der Vorgängerorgel (in der Übersicht mit „alt“ bezeichnet). Das Gehäuse wird erheblich nach hinten erweitert. 1937 Zubau einer Aeoline 8’ auf pneumatischem Zusatzstock durch Marcus Runge.

 

Manual / C-c3, mechanische Schleiflade

Bourdun 16’

Principal 8’      C-D Holz; Dis-dis2 Prospekt (Zink); Fortsetzung alt

Flöte 8’           Holz

Gamba 8’        C-ho aus Gedact

Gedact 8’        C-H Holz; ab co Metall, alt

Octave 4’        alt

Octave 2’        alt

Mixtur 3fach   alt        C                             1 1/3’ / 1’

                                   co                            2‘ / 1 1/3‘ / 1‘

                                   c1         2 2/3‘ / 2‘ / 1 1/3‘

                                   fs2 4‘ / 2 2/3‘ / 2‘

 

Pedal / C-c1, mechanische Schleiflade

Subbaß 16’

Principa[l]baß 8’

 

Spielhilfen:

Pedalkoppel I-P

 

Ablassventil