
| Bristow, evangelische Dorfkirche | |
| Friedrich Friese, 1875 | |
| I/AP/5 | |

Standort: Westempore
Beschreibung: Die Orgel steht als Brüstungsorgel auf einer Empore von 1601 mit dem Distichon „ORGANA DECANTANT CGRISTO LAUDESQUE DECUSQUE ET RECREANT VARIIS PECTORA NOSTRA SONIS“ (Orgeln besingen mit Lobpreis und Schönheit den Christus und sie erfreuen unser Herz mit verschiedenen Klängen)
Das Gehäuse wurde stilistisch wie farblich der Renaissanceausstattung angepasst und mit Schmuckformen in diesem Stil versehen. Es besteht aus drei flachen Pfeifenfelder mit Rundbogenabschluß. Der Spieltisch befindet sich an der linken Seite mit Registerzügen zu beiden Seiten.
Der Magazinbalg liegt unter der Windlade und ist von der rechten Orgelseite aus in üblicher Weise per Hand zu betätigen.
Baugeschichte: Um 1600 – vermutlich mit dem Bau der Empore – stiftete Baron von Hahn eine Orgel, die neun Manualregister und ein angehängtes Pedal besessen hat.[1] Von diesem Instrument blieb nichts erhalten. Die Friese-Orgel wurde im Zuge der Kirchenrenovierung vor 1990 abgebaut und litt massive Schäden. Unter Verwendung des vollständige erhaltenen Werkes führte die Firma Arnold (Plau) im Jahr 2000 die Rekonstruktion, allerdings mit veränderter Disposition, aus. Sämtliche Pfeifen wurden dabei neu gebaut.
Manual, C-c3, mechanische Schleiflade
Principal 8’ C-H Holz, gedeckt
Gamba 8’ (C-h aus Gedact 8’)
Gedact 8’
Octave 4’
Octave 2’ (ursprünglich Flöte 8’, eine Holzpfeife erhalten)
Angehängte Pedalklaviatur C-ho
(Möglicherweise begann ursprünglich Gamba 8’ ab c’, ohne Zusammenführung der beiden tiefen Oktaven zum Gedact. Das Gedact war ursprünglich mit Flöte 8’ von C-H verbunden.
[1] Walter Haacke: Die Entwicklungsgeschichte des Orgelbaus im Lande Mecklenburg-Schwerin, 1935, Seite 33