
Dambeck bei Wismar, evangelische Dorfkirche
Friedrich Friese (II), Friedrich Friese (III), 1850
I/AP/5
Erste eigenständig durch Friese (III) gefertigte Orgel (Bleistiftinschrift)
Bleistiftinschrift:
„Friederich Ludwig Teodor Friese
geb. 18/4 1827 hat diese Orgel gebaut im Jahr 1850.
Die ist meine erste Orgel welche ich erbaut habe allein
Gott gebe seine Seegen
Sie ist am Himmelfahrtag eingeweihet“

Standort: Westempore
Beschreibung: Flächige Prospektfront mit drei Pfeifenfeldern, die zusammen ein nach außen abfallendes Dreieck ergeben. Das Mittelfeld ist breiter als die seitlichen und mit einem hohen Kreuz bekrönt. Vier relativ hohe Fialtürme gliedern die Fläche. Der Spieltisch ist mittig, zu beiden Seiten die Registerzüge. Ein (eventuell älterer?) Keilbalg mit untergelegtem Schöpfbalg hinter der Windlade im Orgelgehäuse. Kalkantengriff auf der Cis-Seite des Gehäuses.
Baugeschichte: Contract mit Friedrich Friese (II), Ausführung durch den Sohn. 1965 Umdisponierung, Umbau der Tontraktur und neue größere Pedalklaviatur durch Wolfgang Nußbücker. 2009 Rekonstruktion der Disposition und Restaurierung ohne Rückführung der veränderten Tontraktur durch Andreas Arnold.
Verschiedene Merkmale erinnern sehr an Buchholz als Vorbild:
Bau der Rohrflöte
Vorschläge der Holzpfeifen (drei Schrauben)
Metallene Wellenhalter
Spundverschlüsse der Windladen
Schriftzüge der Porzellanschilder
Manual / C-c3, mechanische Schleifladen,
Bordun 16’ Holz, C-H 8’
Rohrflöte 8’ C-H Holz, gedeckt; ab c Metall
Principal 4’ C-h Prospekt (2009), ab c1 innen
Flöte 4’ Holz, C-H gedeckt, ab co offen (2009 nach Gägelow)
Terz 2fach 1 3/5’+ 1 1/3’ (2009, Mensur nach Principal 4’)
Bass C-diso
Terz 2fach
Discant eo-c3
Pedal / C-c1, fest angehangen
Ursprünglicher Pedalumfang C-H