Klostern Malchow (c) M.Wünsch

Duckow, evangelische Dorfkirche

Matthias Friese, um 1777

I/-/8



 orgel in Duckow




Standort: Westempore


Beschreibung: Barockes fünfachsiges Gehäuse mit rundem Mittelturm, auf dem eine Trompeteblasende Engelsfigur steht. Zwei spitze Außentürme sind deutlich niedriger als der Mittelturm und zu diesem über eine schmale flache Achse mit zwei übereinanderstehenden Pfeifenfeldern verbunden. Das Schnitzwerk weist in die 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, die Gliederung des Gehäuses selbst wirkt älter. Am Schnitzwerk wurden Reste einer noch früheren, farbigeren Fassung entdeckt.

Spieltisch zentral, zu beiden Seiten je vier vertikal angeordnete Manubrien (Friese?) mit eingelegten Porzellanschildern von 1876. Einarmige Manualklaviatur, Traktur über Wellenbrett direkt zum Windkasten, der von hinten zugänglich ist. Windkastenverschlüsse angekippt, Tonventile aus Eiche. Registermechanik über stehende Wellenbäume aus Eiche.

Mehrfaltenbalg im Orgelunterbau.

 

Baugeschichte: Die Orgel war für Prenzlau oder einen Ort in der Nähe der Stadt bestimmt gewesen, wurde aber, weil der Auftraggeber nicht bezahlen konnte, nach Duckow weitergeliefert. Die damalige Disposition ist nicht überliefert. Nach 1841 Bau einer Orgelempore auf der Westseite. 1845 Reparatur durch Johann Schmidt (Malchin), dabei neue Prospektpfeifen. 1846 Abnahme durch J. F. Wangemann (Demmin) mit Wiedergabe der Disposition. 1875/76 Umdisponierung und Erweiterung um ein Pedal mit Subbaß 16’ durch I. Gryszkiewitz (Posen). 2016 Rekonstruktion des Erstzustandes durch Andreas Arnold (Plau). Rekonstruktion des Balges, der Klaviatur, Abbau der Pedalanlage, Schließen der Gehäuserückseite, Rekonstruktion fehlender Pfeifen und Register. Freilegen der grau-grünen Gehäusefassung durch Abnehmen der gesamten Fassung des 19. Jahrhunderts.

 

Manual / C.D-c3, mechanische Schleiflade

Trompete 8’ (C-ho)

Principal 8’ (ho-c3)

Gedact 8’

Principal 4’

Flöte 4’

Octave 2’

Quinte 1 1/3’ 

Super-Octave 1’


Tremulant